Neue Erkenntnisse aus der Schlafforschung könnten der Therapie der Dranginkontinenz eine neue Richtung geben Drucken E-Mail
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Geschrieben von: M.Hediger   
Donnerstag, den 02. Februar 2012 um 08:54 Uhr

schlafapnoe
Dranginkontinenz zukünftig mit Schlafmaske behandeln?


Zwei Studien legen nahe, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Schnarchen mit Atemaussetzern (Schlafapnoe-Syndrom) und der Dranginkontinenz gibt.

 

 

 

 

 

 

So berichtet kürzlich eine Veröffentlichung in der Fachzeitschrift „Der Urologe“. (Kemmer H. Urologe A.2009 Jul 29).

Die erste Studie untersuchte 100 Männer mit einem Schlafapnoe-Syndrom und zeigte, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen beiden Symptomen gibt. Dabei korrelierte die Schwere der Schlafstörungen (Schlafapnoe) mit der Schwere der Blasenfunktionsstörungen, wie Nykturie, Dranginkontinenz oder erektiler Dysfunktion.

 

Die umgekehrte Fragestellung, ob auch von Blasenfunktionsstörungen auf ein Schlafapnoe-Syndrom geschlossen werden kann, bestätigte sich in der zweiten Studie.  Die hier untersuchten 21 Frauen litten an Nykturie. Bei genauerer Untersuchung hatten diese auch eine erhöhte Anfälligkeit für das Apnoe-Syndrom. Die Frauen hatten gleichzeitig eine Neigung zur Reizblase und zur Dranginkontinenz.



Was diese Studie so interessant macht,


ist die Vermutung, dass sich die Therapie des Schlaf-Apnoe-Syndroms mittels einer Atemmaske, die CPAP (Continuous Positive Air Pressure)-Therapie, auch für die Therapie der Dranginkontinenz, der Reizblase und der Nykturie eignen und damit die medikamentöse Therapie ersetzen könnte. Wer also unter Dranginkontinenz leidet sollte dem gleichen Arzt auch über seine Schlafprobleme berichten. Die Therapie des Schlafapnoe-Syndroms mittels Schlafmaske kann möglicherweise nicht nur den Schlaf verbessern sondern lebensbedrohliche kardiovaskuläre Folgeerscheinungen vorbeugen – das ist bekannt - und ebenso die Symptome der Dranginkontinenz lindern sowie möglicherweise eine medikamentöse Therapie ersetzten.