Beckenbodentraining hilft bei Blasenschwäche

Beckenbodentraining – unterstützende Hilfsmittel

Das Beckenbodentraining eignet sich für Mann und Frau gleichermaßen. Auch ältere Menschen können diese Übungen machen. Manchen Menschen fällt es schwer, die richtigen Muskeln anzuspannen oder überhaupt den Beckenboden zu spüren.

Beckenbodentraining – einfacher geht es mit Unterstützung

Für diese Menschen gibt es unterschiedliche Hilfsmittel, die das Training wirksam unterstützen. Wir stellen Ihnen hier drei Gruppen solcher Hilfsmittel vor: 1. diejenigen, die eher von einem Physiotherapeuten oder Arzt angewendet werden sollten, 2. Geräte zur Selbstanwendung und 3. das Vibrationsgerät, das eine gute Einführung benötigt und aufgrund seines hohen Preises eher in einem Fitness-Studio oder beim Physiotherapeuten zu finden ist.

Unter Fachlicher Anleitung – Elektrostimulation oder Biofeedback?

Elektrostimulation und Biofeedback sind zwei Methoden, die helfen, den Beckenboden zu spüren und den Beckenboden in die bewusste Wahrnehmung zu bringen. Es wird empfohlen, beide Methoden möglichst fachgerecht zu erlernen, bevor sie in der Selbstanwendung eingesetzt werden. Ein Arzt oder Physiotherapeut ist der richtige Ansprechpartner dafür. Je nach Bedarf werden die dafür erforderlichen Geräte auch für die Heimanwendung angeboten und können somit auch zu Hause selbstständig geübt werden. Beide Methoden kommen bei Stressinkontinenz oder auch bei Drang- und Mischinkontinenz und bei der Reizblase erfolgreich zum Einsatz.

Die Elektrostimulation – neue Kontrolle über den Beckenboden erlangen

Manche Erkrankungen führen dazu, dass der Betroffene den Beckenboden nicht mehr selbstständig anspannen kann, weil möglicherweise die Nervenverbindungen gestört sind. Hier können leichte Elektroimpulse helfen, diese Nervenverbindungen wieder zu reaktivieren und den Beckenboden passiv zu trainieren. Dabei werden über eine Sonde Stromimpulse ausgesendet, die die Muskelzellen dazu anregen, sich zusammenzuziehen. Wenn dies häufiger nacheinander passiert, wird der Beckenboden-Muskel trainiert, ohne dass ein bewusstes Anspannen notwendig ist.

Mit der Elektrostimulation können Sie lernen, den Beckenboden wieder zu spüren und selbstständig anzuspannen, wenn Ihre Nervensteuerung noch vorhanden und nicht vollständig durchtrennt ist. Achtung: Elektrostimulation sollte durch einen Physiotherapeuten angeleitet werden. Bei der Selbstanwendung kann leicht eine Überstimulation des Beckenbodens erfolgen. Dadurch kann die empfindliche Beckenbodenmuskulatur überreizt und überdehnt werden, was weitere Inkontinenz-Probleme nach sich zieht.

Die Biofeedback-Methode – Die richtigen Muskeln spüren!

Für ein besseres Spüren des Beckenbodens beim Beckenbodentraining ist die Biofeedback-Methode geeignet. Über ein Biofeedbackgerät wird dem Übenden seine Muskelaktivität sichtbar oder hörbar gemacht. Wenn der Übende also die richtigen Muskeln aktiviert, ertönt ein Signal oder ein Licht leuchtet auf. Dafür misst eine Sonde, die in die Scheide oder den After eingeführt wird, die kleinen elektrischen Impulse, die bei der Anspannung des Beckenbodens entstehen und übersetzt sie in Licht- oder Tonsignale. Der Übende erhält also eine Rückmeldung („Feedback“) mittels dieser Signale. Er bekommt ein Gefühl dafür, wie es sich anfühlt, wenn er die richtigen Muskeln anspannt.

Selbstständig üben – Beckenbodentrainer, Vaginalkonen und Kegel

Methoden, die auch für Ungeübte anwendbar sind, finden Sie unter den folgenden Hilfsmitteln. Sie beruhen auf dem Prinzip des Krafttrainings. So ist es wirksamer und einfacher gegen einen Widerstand zu trainieren, also ein Gewicht zu heben, als ohne Gegenkraft zu trainieren. So wie eine Hantel die Armmuskulatur trainiert, trainieren diese Beckenbodentrainer die Beckenbodenmuskulatur.

Beckenbodentrainer – für Männer und Frauen – Super Kegal

Ein neuartiges und sehr einfaches Trainingsgerät führt zu einem ganzheitlichen Training der gesamten Unterleibsmuskulatur. Das Gerät besteht aus einer großen gespannten Klammer, die mit den Oberschenkeln in rhytmischer Abfolge gegen den Widerstand der Klammern zusammengedrückt wird. Die Kräftigung der Oberschenkel führt zu einer gleichzeitigen Kräftigung des Beckenbodens und wirkt sich auf die Unterleibsmuskulatur aus. Durch regelmäßiges üben, können Sie sehr positiv auf Harn- und Stuhlinkontinenz einwirken. Der gesamte Unterleib wird gestärkt und durchwärmt und auch Regelbeschwerden und Hämorrhoiden können Besserung erfahren.

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Überall und jederzeit üben

Der Vorteil dieses Trainingsgerätes liegt darin, dass man fast überall und jederzeit üben kann. Es benötigt keine besonderen Vorbereitungen, jedoch sollte regelmäßig wenigstens 5 Minuten täglich geübt werden. Die positiven Nebeneffekte dieses Trainings liegen auch in der Stärkung einer schlaffen Gesäßmuskulatur und einer Straffung Ihrer Figur im Oberschenkelbereich. Auch Cellulitis kann deutlich verbessert werden. Trainierte Oberschenkel sind überdies auch besser geschützt vor Brüchen oder Verletzungen.

Vaginalkonen und Kegel – Gewichtheben für den Beckenboden

Vaginalkonen und Kegel sind ausschließlich für Frauen geeignet. Sie haben einen direkten Effekt auf den Schließmuskel der Harnröhre und auf die Scheidenmuskulatur. Mehr und mehr Gynäkologen und Ärzte empfehlen sie zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur. Ihre Wirksamkeit ist wissenschaftlich bestätigt. Vaginalkonen und Kegel werden in die Scheide eingeführt und müssen dort festgehalten werden. Vaginalkonen und Kegel sollten täglich benutzt werden und einige Minuten festgehalten werden. Sie sind unterschiedlich schwer. Man fängt mit dem leichtesten Konus an und steigert sich langsam auf den schwersten. Durch die Beckenboden-Muskulatur kann die Vagina die Konen selbstständig halten. Viele Frauen haben Sorge, dass die Vagina die Konen nicht halten kann. Doch keine Angst, Frau muss die Muskeln nicht bewusst anspannen, der Körper tut dies automatisch. Durch die Vaginalkonen wird die Beckenbodenmuskulatur optimal gestärkt. Viele Patientinnen sind von den deutlichen Erfolgen sehr begeistert.

Fitness-Studio oder Zuhause: Vibrationstraining – passives Muskeltraining

Feine kleine Vibrationen, die von einer Vibrationsplattform auf den Körper übertragen werden, helfen besonders bei Belastungsinkontinenz. Ursprünglich wurde das Verfahren entwickelt, um bei Spitzensportlern den Muskelaufbau zu fördern. Das gelingt aber auch bei weniger trainierten Menschen. Das Vibrationstraining gegen Inkontinenz beruht auf dem Prinzip des passiven Trainings. Aufgrund der Schwingungen und Vibrationen, die die Plattform, auf der Sie stehen, ausführt, spannen sich unwillkürlich zahlreiche Muskeln an, und ganz besonders die Muskeln des Beckenbodens. Viele Fitness-Studios bieten heute bereits hochwertige Vibrationstrainingsgeräte an und Sie können auch mit einer sachkundigen Beratung für Ihre Trainingseinheiten rechnen.

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