Blasentraining

Blasentraining – bei überaktiver und schwacher Blase und Inkontinenz

Blasentraining -auch als Selbsttherapie- hilft die Kontrolle über die Blase zurück zu gewinnen. Für viele Formen der Harninkontinenz ist es ein wichtiger Therapiebaustein. Besonders gut lässt sich die Reizblase, die überaktive Blase sowie Entleerungsstörungen des Mannes mit einem Blasentraining steuern. Vor dem Selbstversuch sollte immer der Arztbesuch stehen, damit andere organische Ursachen ausgeschlossen werden können und der Arzt Ihr Trainingskonzept unterstützt.

Auch in der Pflege hilfreich – Kontinenz- und Blasentraining

Das Blasentraining unterscheidet sich in höherem Alter und bei Pflegebedürftigkeit selbstverständlich von den Trainingsmethoden, die in jüngeren Lebensjahren durchgeführt werden. Wenn das Miktionstagebuch von dem Betreuer genau geführt wird, ergeben sich schnell wichtige Anhaltspunkte für das Blasentraining, das sich hier besonders als regelmäßiges Toilettentraining eignet.

Das Blasentraining – Konzentration auf folgende Punkte

  1. Sie schreiben ein Miktionstagebuch, das Ihnen zeigt, wie Ihr gegenwärtiges Miktionsverhalten ist
  2. Sie erweitern die Abstände zwischen den Toilettengängen sehr langsam und ohne Stress
  3. Sie üben, die Blase nicht sofort zu entleeren, wenn sie sich meldet
  4. Sie üben, regelmäßig genug zu trinken und fördern die Blasenkraft mit gesunden Kräutern
  5. Sie stellen Ihre Ernährung auf eine vitaminreiche Ernährung um

Zu 1. Miktionstagebuch – wichtige Hilfe für Ihr Blasentraining

Sie nehmen Ihren Miktionsplan zur Hand und sehen nach, wie häufig und in welchen Zeitabständen Sie am Tag die Toilette aufsuchen. Ist es womöglich so, dass Sie alle anderthalb Stunden “rennen”? Wie ist Ihr Trinkverhalten? Wie oft und wann trinken Sie? Schmeckt Ihnen klares Wasser ohne Kohlensäure? Wie viel Flüssigkeit nehmen Sie insgesamt auf? Reagieren Sie womöglich auf Kaffee, Tee oder Alkohol mit baldigem Wasserlassen?

Der bewusste Rhythmus für Ihre Harnentleerung

Gehen Sie regelmäßig und im Tagesrhythmus zur Toilette. Am Morgen nach dem Aufstehen muss jeder Mensch seine Blase entleeren, wenn er einen normalen Nachtschlaf hinter sich hat; selbst dann, wenn er nachts bis zu 2-mal die Blase entleert hat. Dies ist eine natürliche Funktion des Körpers. Nehmen Sie sich hinreichend Zeit, um die Blase vollständig zu entleeren. Für manche ist es günstig gleich nach dem Frühstück ein zweites Mal zu gehen. Von da an sollten Sie jedoch – nach Abstimmung mit Ihrem Miktionstagebuch – die Abstände zwischen den Toilettengängen möglichst gleichmäßig einrichten.

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Zu 2. Abstände zwischen den Toilettengängen verlängern

Verlängern Sie jetzt die Abstände zwischen den einzelnen Toilettengängen. In den ersten Tagen üben Sie, die Abstände um zehn bis 15 Minuten zu vergrößern. Diesen Rhythmus behalten Sie nun eine halbe Woche lang bei, und dann warten danach noch einmal 15 Minuten länger. Steigern Sie den Zeitabstand so lange weiter, bis Ihre Blase eine solche Kapazität erreicht hat, dass sie – regelmäßig – drei oder sogar vier Stunden ohne Entleerung auskommt. Sie werden sehen, Ihre Blase wird sich schon daran gewöhnen.

Zu 3. Blase nicht sofort entleeren, wenn sie sich meldet

In den Übungsphasen, in denen Sie die Abstände zwischen den Toilettengängen verlängern, wird es häufiger vorkommen, dass Ihre Blase sich meldet und sich ein drängender Harndrang einstellt. Geben Sie diesem nicht sofort nach. Sagen Sie zu sich selbst. In 5 Minuten werde ich die Blase entleeren, bis dahin übe ich, meinen Harndrang zurückzustellen. Sie können sich dann ruhig auf einen Stuhl setzten, den Rücken aufrichten und versuchen, Ihren Beckenboden – in Ihrer Vorstellung – nach innen hoch zu ziehen. Nach 5 Minuten sollten Sie ganz ruhig und langsam zur Toilette gehen.

Harndrang bis zu 20 Minuten aushalten

Die Blase ist dafür eingerichtet, Ihr Speichervolumen im Notfall deutlich auszuweiten. Sie ist ein Muskel und der kann sich dehnen und weiten. Daher können Sie die Zeit bis zur Harnentleerung alle paar Tage verlängern und trainieren die Blase, den Blasenmuskel wieder besser zu dehnen. Aus 5 Minuten werden 10 Minuten und nach einiger Zeit sollten Sie bis zu 20 Minuten in der Lage sein, Ihren Harndrang zurückzustellen. Die beste Hilfe finden Sie dabei in ihrer eigenen „inneren Stimme“. Sagen Sie ganz bewusst zu sich selbst: „In 5, 10 oder 15 Minuten werde ich zur Toilette gehen“ bis dahin möchte ich noch meine angefangene Tätigkeit erledigen. Schauen Sie aber auch auf die Uhr und halten Sie sich an Ihr eigenes Versprechen.

Zu 4. Regelmäßig Trinken – genauso wichtig, wie regelmäßig zur Toilette

Das Zauberwort für die Harnblase ist die Regelmäßigkeit. Dies gilt für die Entleerung genauso wie für das Füllen der Blase mit genügend Flüssigkeit, vor allem mit Wasser. Der Trainingseffekt von einem regelmäßigen Trinken kann auch nur nach einigen Wochen erlebt werden, denn erst dann ist der drängende Bedarf des Körpers mit reinem Wasser gedeckt. Lassen Sie sich beim Trinken nicht durch Ihre Ängste entmutigen, Sie könnten das „Wasser nicht halten“. Trinken Sie möglichst vor jeder Mahlzeit möglichst 1 – 2 Gläser reines kohlensäurefreies Wasser. Je nach Schweregrad Ihrer Erkrankung sind dazwischen Fruchtsäfte oder auch Tee und Kaffee erlaubt, stören allerdings meistens eher Ihr Blasentraining. Entscheiden Sie selbst, was Sie sich selbst erlauben wollen.

Zu 5. Auch die Ernährung spielt mit

Die feste Nahrung enthält auch Flüssigkeit, außerdem wichtige Vitalstoffe zur Gesunderhaltung. Leiden Sie an Blasenschwäche oder Inkontinenz, sollten Sie besonderen Wert auf Ihre Ernährung legen. Sie können zusätzlich mit speziellen Heilkräutern in Form einer Nahrungsergänzung oder eines Blasen -Tees gezielt auf Ihre Blase einwirken.

Buch führen über Ihre eigenen Erfolge – und üben Sie sich in Gelassenheit

Führen Sie weiterhin Buch. Nur so können Sie Ihre Erfolge überprüfen, erhalten aber auch einen Überblick über mögliche Rückschläge. Lassen Sie sich nicht entmutigen! Schützen Sie sich auf jeden Fall zusätzlich gegen mögliche kleine „Unfälle“ mit der geeigneten Inkontinenzwäsche. Nur dann können Sie auch die nötige Gelassenheit für Ihr Üben aufbringen. Und diese Gelassenheit ist ein weiterer wichtiger Baustein zu Ihrem Erfolg: Ein entspanntes Leben mit einer starken Blase.

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