| Reizblase, überaktive Blase, Inkontinenz |
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| Geschrieben von: Marie Hediger |
| Donnerstag, den 29. März 2012 um 08:34 Uhr |
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Ängstlich planen viele Menschen mit einer Reizblase ihre täglichen Unternehmungen: Stunden bevor sie aus dem Haus gehen, trinken sie nichts mehr.
Sie sind immer in Hab-Acht-Stellung, ob Harndrang auftritt und steuern sofort eine Toilette an, wenn die ersten Signale aus der Blase auftauchen. Ein kaum zu unterdrückender Harndrang lässt ihnen nicht mehr viel Zeit bis zur Harnentleerung. Nicht ihre Wünsche und täglichen Pläne sondern die eigene Blase bestimmt über ihr Leben und hat sie fest im Griff.
Körperliche Ursachen ärztlich abklären
Die Ursachen für eine Reizblase können sehr verschieden sein. Entzündungen, Harnsteine, Tumore, Fehlbildungen, Senkungen und Grunderkrankungen wie Diabetes oder MS können zu einer Reizblase führen. Auch eine Verschiebung in der Wirbelsäule oder ein Bandscheibenvorfall wirken sich häufig auf die Blase aus, wenn der Schaden im Bereich des Blasenzentrums in der Wirbelsäule liegt. Lassen Sie sich ärztlich untersuchen, um körperliche Ursachen für die Reizblase abzuklären. Meistens aber findet man keine eindeutige Ursache.
Psychische Ursachen, Depressionen oder Ängste Wenn der Arzt keine Ursache finden kann, sollten Sie eine ernsthafte Selbstbefragung durchführen: Stecke ich vielleicht in einer Krise, stehe ich unter Druck oder bedrückt mich eine besondere Situation? Denn nicht immer steckt hinter der täglichen Tortour durch die Reizblase eine körperliche Ursache. Auch Depressionen, Stress oder Ängste können zu einer Reizblase führen. Nur wenn Sie den Mut haben, darüber zu sprechen, wird der Arzt Ihnen helfen können.
Was können Sie selber tun – Verhalten ändern
Sehr oft stecken aber auch nur ungünstige „ungesunde“ Gewohnheiten dahinter. Diese beginnen oft mit einer zu geringen Flüssigkeitsaufnahme und mit der Angst ständig zur Toilette gehen zu müssen.
Wer hat das Ruder in der Hand? Sie oder Ihre Blase?
Was Sie noch tun können - Entspannung und Wärme heilen
Unsere Blase ist ein kleines Sensibelchen. Auf Aufregung und Stress reagiert sie mit dem verstärkten Bedürfnis, sich zu ruckartig zu entleeren. Ruhe, Wärme und Regelmäßigkeit beantwortet die Blase mit „Zufriedenheit“ und mit größerer Speicherkapazität. Täglich 20-Minuten-Pause ist die beste Therapie für eine sensible Blase. Die Blase mag zusätzlich besonders die Wärme im Bett oder unter einer wärmenden Decke. Entspannungstechniken und entspannende körperliche Übungen können ebenso helfen, eine sensible gereizte Blase zu beruhigen. Auch das entspannende wärmende Fußbad sollten Sie so oft wie möglich in Ihren Feierabend einplanen. |
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