| Die Zukunft der Beckenboden-Therapie |
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| Geschrieben von: Marie Hediger |
| Montag, den 30. Januar 2012 um 09:00 Uhr |
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So auch der weibliche Beckenboden. Der Beckenboden muss während einer Schwangerschaft und Geburt eine hohe Belastungsprobe bestehen. Gleichzeitig jedoch ist er aufgrund der weiblichen Anatomie labiler und verletzlicher als der männliche Beckenboden.
Der weibliche Beckenboden hat also nicht nur viel zu tragen, sondern kann durch eine Schwangerschaft auch geschädigt oder verletzt werden. Eine häufige Folge davon – manchmal auch erst viele Jahre später – ist die sogenannte Belastungsinkontinenz. Harnverlust während Sport, beim Husten oder beim Tragen von Tüten aus dem Supermarkt, kann auch bei minimalen Mengen für die aktive Frau sehr unangenehm werden. Die sozialen Folgen einer solchen Belastungsinkontinenz sind oft erheblich, da sich viele Betroffene aus dem sozialen Leben zurückziehen.
Viele Menschen werden erst auf ihren Beckenboden aufmerksam, wenn seine Funktion nachlässt und sich eine Harninkontinenz einstellt. Auch fällt es vielen nicht leicht, die versteckt liegenden Muskelgruppen im Intimbereich gezielt anzusprechen. Daher ist die Skepsis, dass ein Beckenbodentraining ausreichen kann, bei vielen Frauen groß.
Dabei ist wisschenschaftlich erwiesen, dass gerade das richtig durchgeführte Beckenbodentraining die beste Therapie gegen Inkontinenz ist, wenn eine Grundvoraussetzung erfüllt wird. Das Spüren des Beckenbodens und das gezielte Erreichen der Beckenbodenmuskeln muss zu Anfang gut geübt werden. Nur wer erkennt, welcher Muskel geübt wird, kann diesen Muskel auch gezielt trainieren.
Wie aber kann dieses Beckenbodentraining noch verbessert und effektiver gestaltet werden? Jetzt stellt der Thiemeverlag mit der die Berliner Physiotherapeutin Bärbel Junginger in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "physiopraxis" (Georg Thieme Verlag, Stuttgart. 2009) eine Pionierin in Sachen Beckenbodentraining anhand Ultraschall-Techniken vor. Mit dieser Technik, die leider derzeit noch nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird, kann die Funktion des Beckenbodens vom Therapeuten besser beurteilt und für die Patientin einfacher lernbar gemacht werden.
Der auch im „Schattenblick“ veröffentlichte Bericht präsentiert den sogenannte „Dynamischen Rehabilitativen Ultraschall“ (DRUS), der für die Therapie des Beckenbodens eine große Verbesserung mit sich bringen kann. Studien belegen, dass mit dieser Methode die Behandlungsdauer drastisch verkürzt werden kann, so die Physiotherapeutin Bärbel Junginger, die unter anderem am Beckenboden-Zentrum der Charité in Berlin selbst mit der Methode arbeitet.
Schattenblick zum 27. November 2009, http://www.schattenblick.de/infopool/medizin/fakten/mz2tp118.html aus:
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