Inkontinenz als Folge von Erkrankungen Drucken E-Mail
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Geschrieben von: W.Juengst   
Dienstag, den 10. April 2012 um 08:02 Uhr

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Ursache Blasenentzündung


Eine Harninkontinenz kann durch eine Reihe von verschiedenen Erkrankungen ausgelöst werden; das beginnt mit einer eher harmlosen Blasenentzündung und endet bei Krebserkrankungen.

Bei Frauen ist es häufig eine verschleppte oder nicht behandelte Blasenentzündung, während bei Männern eine Inkontinenz häufig auf eine Vergrößerung der Prostata oder auf Prostatakrebs zurückgeht.


Eine nicht behandelte oder ausgeheilte Blasenentzündung kann sich durchaus zu einer Reizblase und im späteren Verlauf zu einer Dranginkontinenz entwickeln. Hiervon sind weit mehr Frauen als Männer betroffen, schon allein aufgrund der anatomischen Unterschiede zwischen den Geschlechtern.

Ursache Prostata

Beim Mann ist es zumeist eine Vergrößerung der Prostata, welche allmählich für eine Abflussbehinderung sorgt und im weiteren Verlauf zu einer Überlaufinkontinenz führt. Muss die Prostata sogar wegen eines Krebsleidens komplett entfernt werden, so kann es durch die damit einhergehende Schwächung der Beckenbodenmuskulatur auch beim Mann zu einer Belastungsinkontinenz kommen.

Ursache Nervenschädigung

Weiterhin kann eine Inkontinenz auch durch Schädigung der Nerven entstehen. Die häufigsten Erkrankungen sind Querschnittslähmungen bedingt durch Unfälle, Multiple Sklerose, Bandscheibenvorfälle oder eine fortgeschrittene Diabetes-Erkrankung.

Ursache angeborene Fehlbildungen

Angeborene Fehlbildungen wie etwa Spina Bifida oder eine geistige Behinderung mit mangelhafter Ausbildung des Gehirns können daneben auch eine Ursache für eine Inkontinenz sein. Oft wird im Falle leichter Fehlbildungen die eigentliche Ursache erst sehr spät gefunden. Die Eltern wundern sich zum Beispiel nur darüber, warum ihr Kind mit 6 Jahren immer noch nicht trocken ist.

Ursache psychische Erkrankungen

Es können aber auch psychische Erkrankungen Ursache einer Inkontinenz sein, wie zum Beispiel eine Demenzerkrankung. Auch bestimmte Medikamente zur Behandlung psychischer Erkrankungen haben als Nebenwirkung eine Inkontinenz zur Folge.


Beachten Sie bitte in diesem Zusammenhang, dass eine genaue Diagnose bzw. das Einleiten erfolgreicher Therapiemaßnahmen nur durch einen entsprechenden Facharzt vorgenommen werden kann!


Quelle: Gesundheitsberichterstattung des Bundes: Harninkontinenz Heft 39, Herausgeber: Robert Koch Institut 2007 (Statistisches Bundesamt)

 



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