Sinnvolle Lösungen bei Stuhlinkontinenz Drucken E-Mail
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Geschrieben von: Marie Hediger   
Montag, den 05. Dezember 2011 um 08:04 Uhr

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Nützlich und nötig bei Stuhlinkontinenz


Schon geringe Ausscheidungen von Stuhl oder einfach nur starke Blähungen können sehr unangenehm sein. Viele Menschen suchen nach Lösungen und Hilfen bei Stuhlinkontinenz.

 

 

 

 

 

 

 Die Stuhlinkontinenz erfordert verständlicherweise einen anderen Umgang mit Wäscheschutz und Geruchsschutz. Es wird also darauf ankommen, einen sofortigen Vorlagenwechsel vorzunehmen, gründliche Hautpflege zu betreiben und einer ungewollten Ausscheidung vorzubeugen. Lesen Sie hier, welche Alternativen sich auf dem Markt befinden..

 

 

Hautpflege bei Stuhlinkontinenz

 

Bei jeder Form der Inkontinenz wird die Haut von aggressiven Körpersäften stark beansprucht. Bei Stuhlinkontinenz muss die Hautpflege noch sorgfältiger ausgewählt werden, der Hautschutz noch bewusster eingesetzt werden, als bei leichter Harninkontinenz. Oft ist häufiges Waschen  erforderlich, es muss jedoch so sanft und schonend ausgeführt werden wie möglich, da der natürliche Säureschutzmantel der Haut bei jeder Waschung angegriffen wird.

 

 

Hautschutzcremes mit Barrierefunktion

 

Für den Hautschutz wurden spezielle Wundschutzcremes entwickelt, die einen atmungsaktiven Barrierefilm gegen Feuchtigkeit und aggressive Ausscheidungen auf der Haut aufbauen. Außerdem unterstützt eine Schutzcreme den Erhalt des schützenden pH-Wertes der Haut.

Eine Wundschutzcreme sollte folgende Eigenschaften aufweisen:

  • leicht verteilbar, wasserabweisend, nicht fettende oder klebend
  • schnell einziehend bzw. trocknend
  • baut einen Barrierefilm gegen Feuchtigkeit auf
  • lindert Hautreizung und fördert die Abheilung entzündeter Hautareale

 

 

Wasch- und Reinigungsprodukte extra seifenfrei

 

Auch für das regelmäßige Waschen und Reinigen der betroffenen Haut müssen die Pflegeprodukte wohl ausgesucht sein. Oberste Priorität hat die Eigenschaft „seifenfrei“, da Seifen zu aggressiv wirken.

 

  • Waschlotionen reinigen gründlich und wirksam. Sie sind als Seifenersatz einzusetzen und haben zusätzlich pflegende Eigenschaften.
  • Reinigungsschäume können häufig noch milder und unaggressiver eingesetzt werden. Ein Schaum verteilt sich sanft auf empfindlicher Haut.
  • Feucht-Pflegetücher empfehlen sich immer dann, wenn eine Zwischenreinigung notwendig und sinnvoll ist. Unterwegs und auf Reisen sind Feuchtpflegetücher für Jeden praktisch und wohltuend.

 

 

 

Geruchsstopp und Geruchsabsorber

 

 

Geruchsabsorber können direkt auf einen Slip, aufgesprüht werden. Sie neutralisieren unangenehme Gerüche sobald sie entstehen. Ein Geruchsabsorber vernichtet sie zudem aus Kleidungsstücken, Bettlaken, Matratzen oder Krankenlagern.

 

 

Alternativen bei Stuhlinkontinenz: Einer Stuhlinkontinenz zuvorkommen

 

Die wirkungsvollste Maßnahme zur Vermeidung von unangenehmen Begleiterscheinungen der Stuhlinkontinenz ist das kontrollierte Ausscheiden und das zeitweise Verschließen des Afters mit Analtampons. Zum einen helfen die sogenannte Anal-Plugs oder auch Anal-Tampons gegen ungewolltes Austreten von Stuhl und Winden im Alltag. Zum anderen können  Einläufe die Stuhlausscheidung regeln und zeitlich einplanen, bevor es zu ungewolltem Stuhlverlust oder zu Schmieren von Stuhl kommt.



Analtampons - sicherer Verschluss gegen Austreten von Stuhl


Analtampons bestehen aus einem Spezialschaum, der sich im Darm weich und flexibel an die anatomischen Verhältnisse des Darms anpasst. Die Analtampons gibt es in verschiedenen Größen und Formen. Sie spielen eine große Rolle bei der Behandlung der Stuhlinkontinenz und können in geeigneten Fällen vom Arzt verordnet werden. Am Anfang kann das Tragen eines Analtampons mit einem starken Dranggefühl verbunden sein. Dieses Missempfinden lässt in der Regel nach einigen Wochen nach.


Der Analtampon sollte nach 6 - 8 Stunden gewechselt werden. Dafür ist er mit einem Bändchen versehen, an dem er leicht aus dem Anus herausgezogen werden kann. Vor dem Einführen wird er in warmem Wasser kurz eingeweicht und dann mittels Applikator eingeführt. Reicht die normale Versorgung mit einem solchen Analtampon nicht aus, so kann ein künstlicher Enddarmverschluss empfohlen werden. Dafür wird operativ ein Magnetband um den Enddarm gelegt. Mit einem entsprechenden magnetischen Analtampon wird der Tampon durch den Magnetring sicher fixiert und der Darmverschluss gewährt.



Der Irrigator - Hilfe fürs Darmmanagement


Ein Irrigator gehört zu den vorbeugenden Produkten bei Stuhlinkontinenz. Was ist ein Irrigator? Mit einem Irrigator kann der Enddarm so gereinigt werden, dass für eine gewisse Zeit kein Stuhl und auch kaum unangenehme Gase entweichen werden. Ein Irrigator ist demnach ein Gerät für den Darmeinlauf zu Hause.

 

Der Irrigator ist ein einfaches Gerät. Er besteht aus einem Behälter für Wasser und einem Schlauch zum Einführen in den After. Für die Behandlung wird warmes Wasser in den Behälter gefüllt, der Schlauch leicht in den Enddarm eingeführt und in einer liegenden, hockenden oder sitzenden Position das warme Wasser langsam in den Darm einlaufen gelassen. Der Darm wird mit Hilfe des Wassers geradezu ausgewaschen und zur sofortigen Ausscheidung angeregt. Nach einem Einlauf haben Sie in der Regel für einen Tag eine Ausscheidungspause, so dass auch keine Stuhlinkontinenz mehr zu erwarten ist. Dies ist eine Lösung für viele Menschen mit Stuhlproblemen und ist zudem gesundheitlich nicht nur unbedenklich sondern sogar der Gesundheit förderlich. Bei Darminfektionen oder Darmkrebs empfehlen wir, die Meinung des betreuenden Arztes einzuholen.



Dichthalten bei Geruch und Nässe: Medizinische Schutzhosen aus PVC


Für den Geruchs- und Nässeschutz bei Durchfällen, Flatulenz und Stuhlinkontinenz eignen sich häufig Schutzhosen aus PVC. Diese sollten eng am Bein abschließen und schützen so sicher auch gegen das Austreten von unangenehmen Gerüchen. Die Nähte der PVC-Schutzhosen sind genäht oder hochfrequenzverschweißt und werden sowohl zum Knöpfen als auch zum Schlupfen angeboten. Schlupfhosen haben keine Nähte, durch die Feuchtigkeit entweichen kann. Sie werden besonders bei stark einnässenden Kindern oder für Erwachsenen zur Nachtversorgung verwendet. Als Material kommen zunehmend auch andere Materialien zum Einsatz, die besonders das Schwitzen und die Keimentwicklung im Inneren vermeiden sollen. Je nach Ausführung der Schutzhosen werden gerne Polyester (PET), Polyethylen (PE), Polyurethan (PU), Polyamid (auch als Nylon bekannt) verwendet.

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