Trinken für die Blase - die beste Therapie Drucken E-Mail
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Geschrieben von: Marie Hediger   
Montag, den 18. Juli 2011 um 08:55 Uhr

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Zu seltenes Trinken reizt die Blase

 

Haben Sie auch schon mal gedacht: „Wenn ich nicht so viel trinke, muss ich vielleicht auch nicht so schnell zur Toilette?“

 

 

 

 

 

 

 

Leider hat die Sache einen Haken: Wenig Trinken reizt die Harnblase. Und auf das Durstgefühl alleine ist nun mal kein Verlass. Trinken Sie also nicht erst, wenn Sie Durst haben.  

 

 

 


Speicherung von Flüssigkeit: die Funktion der Blase

 

 

Das Speichern von Harn ist die Haupt-Funktion der Blase. Dabei muss sie sich im Rhythmus ausdehnen und wieder kräftig zusammenziehen um den gespeicherten Urin auszuscheiden. Für die gute Koordination der Blasenfunktion ist sie mit einem feinen Steuermechanismus ausgestattet. Wie jeder andere Muskel im Körper kann auch der Blasenmuskel schwach werden, wenn er nicht genügend trainiert wird. Er verkürzt er sich und wird dicker und unbeweglicher, wenn die Blase zu oft und zu früh entleert wird.

 


Was ist also das beste Training für die Blase!

 

Genau: es ist das Trinken! Trinken Sie viel, damit die Blase möglichst schnell gefüllt wird und dadurch lernt, sich auszudehnen und nicht schon bei dem geringsten Füllungsreiz Alarm zu schlagen. Allerdings sollten Sie vermeiden eine gefüllte Blase zu lange nicht zu entleeren. Wenn der Blasenmuskel zu lange gedehnt wird, können die Muskelfasern ausleiern und geschädigt werden. Dies ist auch der Fall, wenn Restharn in der Blase verbleibt und die Blase daran hindert, sich vollständig zusammen zu ziehen.

 


Konzentrierter Urin: Gift für die Blase

 

 

Ein stark konzentrierter Urin kann zudem die Wände der Harnblase reizen und die Steuerung durcheinanderbringen. Die Folge: Die Beschwerden der Blasenschwäche nehmen zu, Reizblase, vorzeitige Harnentleerung oder Harntröpfeln können nicht kontrolliert werden, weil die sensiblen Nerven fehlgeleitet und gereizt sind.  

 

 

Die Blase liebt Flüssigkeit: es ist ihr Job!

 

Reines Wasser ist die beste Flüssigkeit für die Blase, weil es den Harn verdünnt. Wasser erleichtert zusätzlich der Niere die Arbeit. Je besser der Harn verdünnt ist, desto weniger reizt er die Blasenschleimhaut, desto später kommt das Signal zur Harnentleerung und desto mehr kann die Blase „aushalten“. Mehr Volumen in der Blase führt zur Dehnung ihrer Muskelfasern. Lediglich, wenn der Harn zu häufig und zu lange zurück gehalten wird oder durch eine Abfluss-Störung die Entleerung behindert wird, kann es zur gefährlichen Überdehnung der Blase kommen.

 


Die Farbe des Urins: verdünnter Harn ist heller


 

Der Harn sollte immer klar sein und möglichst wenig riechen. Die Farbe kann je nach Nahrungsmitteln, die man zu sich genommen hat auch variieren, ist jedoch möglichst stroh- bis maximal bernsteingelb. Generell ist eine Verfärbung des Urins abhängig von der Konzentration an gelösten Stoffen, von Nahrungsmitteln, von Medikamenten und davon, ob der Körper eine weitere Erkrankung zu bewältigen hat. Bei hohem Fieber beispielsweise wird konzentrierter dunkler Urin ausgeschieden – dies ist dann aber auch wieder ein Zeichen, dass mehr Flüssigkeit zu sich genommen werden muss. Wenn sich der Urin zu stark dunkel färbt oder riecht, sollt dies als Zeichen ernst genommen werden, dass der Körper mehr Flüssigkeit braucht.

 

 

Der pH-Wert des Urins


Der pH-Wert des Urins sagt, wenn er einzeln gemessen wird, entgegen vieler Ratschläge nicht sehr viel aus, da er großen natürlichen Tages-Schwankungen ausgesetzt ist. Grundsätzlich sollte er jedoch leicht im sauren Bereich liegen, da er damit auch eine gute Abwehr gegen eindringende Bakterien leistet. Der  pH-Wert des Urins ist sehr davon abhängig, welche Nahrung und welche Getränke man zu sich nimmt.

 

 

Wasser statt Medikamente

 

Leider verordnen Ärzte aber viel zu schnell Medikamente, um die Funktion der Blase zu beeinflussen und eine Reizblase zu behandeln. Aber die Ursache, nämlich die verkleinerte Blase und die zu geringe Trinkmenge werden häufig nicht berücksichtigt. Eigenverantwortung beim Arztbesuch ist gefragt und oft können Beschwerden schon durch ein selbstständig durchgeführtes Blasentraining verbessert werden.

 

 

Auch Wasser trinken muss geübt werden

 

Die wichtigste Funktion von Wasser im Körper ist die Transportfunktion. Nährstoffe werden in die Zellen und Abfallstoffe werden aus den Zellen transportiert. Wasser reguliert aber auch die Körpertemperatur und scheidet durch die Haut eine beträchtliche Menge Wasser aus. Dadurch reinigt und entgiftet der Körper zusätzlich zur Niere. Damit der Körper diese Aufgabe erfüllen kann sind das regelmäßige Trinken und das gleichmäßige Ausscheiden unentbehrlich. Helfen Sie Ihrem Körper dabei durch die regelmäßige Menge Flüssigkeit, am besten 1,5 Liter reines Wasser, zusätzlich zu den übrigen Genuss-Getränken.

 

 

Drei mal täglich zwei Gläser reines Wasser

 

Haben Sie schon mal gerechnet, wie viel Wasser Sie getrunken haben, bei drei mal täglich zwei vollen Gläsern Wasser? Wenn das Glas etwa 250 ml Wasser fasst, haben Sie damit Ihr wichtigstes Pensum an Wasser schon getrunken und zwar gut über den Tag verteilt. Viele Menschen können die Menge von 2 Gläsern Wasser am Morgen zunächst gar nicht bewältigen. Aber auch das kann geübt werden. Trinken Sie das Wasser möglichst vor dem Essen – und weniger dazu – das hilft Ihnen gleichzeitig auch Ihren Hunger zu zügeln und wenn Sie es brauchen, auch abzunehmen.

 

 

Wasser, das Lebenselixir von  Muskeln, Organen und Gehirn

 

Wasser fördert eine schöne, weiche Haut

Wasser hilft gegen Cellulite

Wasser ist gut fürs Gehirn und fürs Gedächtnis

Wasser macht glücklich und hilft gegen depressive Verstimmungen

Wasser macht fit und hilft gegen Kopfschmerzen

Wasser hilft der Verdauung auf die Sprünge

Wasser macht schlank

 

 

Tipps für Ihr Trinktraining

 

  • Führen Sie "Trinkrituale" ein. Legen Sie zum Beispiel auf dem Weg zu Kopierer oder Kantine regelmäßige Zwischenstopps am Wasserhahn ein.
  • Besonders im Sommer gilt: Trinken Sie auch dann, wenn Sie noch keinen Durst verspüren.
  • Sorgen Sie für Abwechslung. Sie können Wasser auch mit Saft als Schorle mischen und heiß oder kalt als Früchte- oder Kräutertee genießen.
  • Trinken Sie regelmäßig über den Tag verteilt, denn der Körper hat keine "Reservetanks".
  • Stellen Sie Glas und Wasserflasche immer in greifbare Nähe, so vergessen Sie das Trinken nicht.

 

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