| Vorsicht bei Anwendung von Anticholinergika |
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| Geschrieben von: Marie Hediger |
| Donnerstag, den 26. Januar 2012 um 09:05 Uhr |
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Die überaktive Blase: Nervensache
Wenn Nerven überreagieren, spielt die Blase verrückt. Schlecht koordinierte Nervenreize geben der kaum gefüllten Blase permanent das Signal zur Entleerung. Willentlich sind diese Reize kaum zu beeinflussen. Dies ist typisch für eine überaktive Blase und in schwereren Fällen eine Ursache für Drang-Inkontinenz.
Die medikamentöse Therapie der Wahl sind in diesen Fällen gewöhnlich sogenannte Anticholinergika , syn.: Parasympath(ic)olytikum, Muskarin-Rezeptor-Antagonist, Antiparasympathomimetikum oder Antimuskarinikum. Diese Medikamentengruppe soll die starke Aktivität der Blasenmuskulatur absenken und das Fassungsvermögen der Blase wieder erhöhen. Die Betroffenen müssen nicht mehr so oft zur Toilette gehen.
Vorteile einer medikamentösen Therapie bei überaktiver Blase
Bei entsprechendem Toilettentraining wird der Tagesablauf wieder planbar, weil die Blasenfunktion wieder besser zu kontrollieren ist. Auch kann der nächtliche Harndrang verringert werden, so dass ein Durchschlafen wieder möglich wird. Die Medikamente können helfen Inkontinenz zu verhindern.
Die Nachteile der Anticholinergika
Nebenwirkungen - Weil diese Substanzen nicht nur am Blasenmuskel, sondern auch in anderen Bereichen des Körpers wirken, kommt es bei der Einnahme von Anticholinergika häufig zu erheblichen Nebenwirkungen. So ist bekannt, dass Anticholinergika bzw. sogenannte Muskarinrezeptor-Antagonisten im gesamten Nervensystem wirken und zu Sedierung, Unruhe zu Gedächtnisstörungen und Verwirrung führen können. Viele Patenten klagen außerdem über Mundtrockenheit, Übelkeit und Darmschwäche. Leider werden Patienten oder Angehörige nicht immer ausreichend über diese möglichen Nebenwirkungen informiert.
Besonders ältere Patienten leiden sehr unter der Verstärkung ihrer Gedächtnisstörungen unter Anticholinergika. Welche Auwirkungen haben diese Medikamente schließlich auf das Gedächtnis? Dieser Frage geht eine amerikanische Autorin, Michelle J. Lajiness nach, indem sie die Publikationen zu diesem Thema auswertet. Sie kommt allerdings noch nicht zu einer befriedigenden Antwort, wie www.männergesundheit-colleg.de (Bayer Health Care) berichtet. Ihrer Meinung nach gibt es noch nicht genügend Beweise und Studien, um eine konkrete Empfehlung besonders für ältere Patienten auszusprechen. Fazit – Anticholinergika wenn möglich vermeiden
Gedächtnisstörungen, Unruhe oder Sedierung können unter der Medikamentengruppe der Anticholinergika nicht sicher ausgeschlossen werden. Patienten und Angehörige sollten über diese Nebenwirkungen aber informiert und gut auf diese Nebenwirkungen hin beobachtet werden.
Alternativen: Beckenbodentraining
Beckenbodentraining lautet das Zauberwort gegen Blasenschwäche. Auch wenn es schwer fällt, regelmäßige Übungen zu Hause sind die beste Alternative zu Medikamenten. Zusätzlich sollte ein gezieltes Blasentraining eingeplant werden. Auch eine Arbeit mit naturheilkundlichen Mitteln und die Unterstützung des Heilpraktikers kann sich positiv auswirken. Wenn Sie diese Alternative zur medikamentösen Therapie wählen, sollten Sie dies auf jeden Fall mit Ihrem Arzt besprechen und das Beckenbodentraining mit fachkundigen Physiotherapeuten einüben.
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