| Zelltherapie - Mit Muskelgewebe gegen Blasenschwäche |
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| Geschrieben von: w.juengst |
| Montag, den 18. Januar 2010 um 12:28 Uhr |
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Bei etwa 10% der Bevölkerung und tendenziell eher bei Frauen kommt es in solchen Situationen zu unwillkürlichen Urinabgängen. Urologen sprechen in diesem Zusammenhang von einer Belastungsinkontinenz. Um dieses Problem in den Griff zu bekommen, müssen Betroffene zwischen 10 und 15 mal täglich ihre Einlagen wechseln und verspüren trotzdem keine endgültige Sicherheit, wenn es darum geht eine Flugreise zu unternehmen oder einmal ein Konzert zu besuchen. Dabei gibt es inzwischen eine vielversprechende Möglichkeit, den unkontrollierten Urinabgängen Einhalt zu gebieten.
Neuer Therapieansatz verspricht Hilfe
Neue Muskeln gegen Blasenschwäche Bei der sogenannten Zelltherapie entnimmt der Arzt seinem Patienten unter örtlicher Betäubung ein vier bis fünf Millimeter großes Stück Muskelgewebe aus dem Oberarm. Aus dieser Gewebeprobe werden anschließend Muskelstammzellen und Bindegewebszellen voneinander getrennt und sechs bis sieben Wochen in einer Kultur vermehrt. Anschließend injiziert der Arzt die neu gebildeten Muskelzellen in den Blasenschließmuskel und die ebenfalls neu gewonnenen Bindegewebszellen in die Schleimhaut der Harnröhre. Die Muskelzellen unterstützen dabei den Blasenmuskel, welcher bei einer Belastungsinkontinenz häufig so geschwächt ist, dass er dem Druck aus dem Bauchraum nicht mehr standhält und den Urin nicht mehr zurückhalten kann. Die injizierten Bindegewebszellen haben dagegen die Aufgabe die geschädigte Schleimhaut der Harnröhre zu regenerieren. „Die Grundlage für die Zelltherapie ist“, so Strasser, „dass sich die Muskelzellen aus dem Oberarm um den Schließmuskel der Blase herum ansiedeln und dort so verhalten wie gesunde Zellen am selben Ort.“
Kein Allheilmittel für Patienten mit Belastungsinkontinenz
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