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Lexikoneintrag Inhalt
suprapubische KatheterDer suprapubische Katheter gehört in die Gruppe der intermittierenden Fremdkatheter und wird in einer kleinen "Operation" durch die Bauchdecke direkt in die Blase eingelegt. Er verbleibt über einen längeren Zeitraum in der Blase. Mit einem suprapubischen Katheter ist bei inkontinenten Patienten ein Toilettentraining möglich, da die Harnröhre und der Schließmuskel nicht durch den Katheter beeinflusst werden. Er wird eingesetzt bei neurogenen Blasenentleerungsstörungen, bei Verengungen der Harnröhre wie z.B. bei einer Vergrößerung der Prostata, bei urodynamischen Untersuchungen, für ein Toilettentraining bei einem inkontinenten Patienten, bei Harnröhrenverletzungen, bei Harnröhrenverengung.
 
Sympatikomimetikamedikamente Therapie bei Belastungsinkontinenz: Ihr Arzt wird Ihnen bei Bedarf Alpha-Sympathikomimetika oder Östrogene verordnen, die die Muskulatur des Schließmuskels stimulieren.
 
SympatikusTeil des Nervensystems. Im Zusammenhang mit Blasenentleerung und Urinspeicherung spielt der Sympathikus folgende Rolle: Urinzurückhaltung (Urinretention) durch Hemmung des Blasenmuskels (Detrusors) und Erregung des Schließmuskels (Sphinkters)
 
Teststreifen-UntersuchungTeststreifen zur Überprüfung des Harns dienen der routinemäßigen Auswertung von Harnerkrankungen. Es handelt sich dabei um Kunststoffstreifen, die mit verschiedenen Testfeldern versehen sind.
 
Toilet mappingBemühen einer Person, auf Reisen oder beim Ausgehen stets die nächstgelegene Toilette ausfindig zu machen.
 
ToilettentrainingZiel des Blasen- oder Toilettentrainings ist es, die Toilettengänge zu regulieren, und dadurch einer Dranginkontinenz entgegenzuwirken oder auch neue, bessere Toiletten-Gewohnheiten einzuüben. Zu diesem Zweck wird der Betroffene angehalten die Blase vor dem auftretenden Harndrang streng nach einem Zeitplan zu entleeren. In dem Zeitplan werden die Abstände zwischen den Blasenentleerungen kontinuierlich vergrößert.
 
TUMT - Transurethrale MikrowellentherapiBehandlung der gutartigen Prostatavergrößerung. Durch Mikrowellen wird Prostatagewebe zerstört, wodurch eine Verkleinerung der Prostata bewirkt wird und der Druck auf die Harnröhre vermindert wird.
 
TUNA - Transurethrale NadelablationBehandlung der gutartigen Prostatavergrößerung. Durch thermische Energie (Radiofrequenzwellen) wird Prostatagewebe zerstört, Was eine Verminderung der Prostatahyperplasie bewirkt. Dieser Eingriff soll den Druck auf die Harnröhre vermindern, damit der Harn ungehindert fließen kann.
 
TURTransurethrale Prostataresektion = Entfernung von Prostatagewebe über die Harnröhre.
 
TUR - Transurethrale ProstataresektionDie häufigste operative Form der Prostata-Verkleinerung bei der benignen Prostatahyperplasie, auch bekannt unter der Abkürzung TUR-OP. Bei Vollnarkose wird über die Harnröhre störendes Prostatagewebe entfernt und so der Druck auf die Harnröhre vermindert.
 
TVTTVT = spannungsfreies Vaginalband.
 
TVT - Tension-free Vaginal TapeTension-free Vaginal Tape, abgekürzt TVT, zu dt.:spannungsfreies Vaginalband. Bei diesem neueren Operationsverfahren wird ein spezielles Kunststoffband spannungsfrei um die Harnröhre gelegt, wodurch deren Verschlusskraft wiederhergestellt wird. Bei Bewegung oder sportlicher Betätigung stützt die Schlinge die Harnröhre, wodurch diese verschlossen bleibt und ein Urinabgang verhindert wird. Die Operation kann unter örtlicher Betäubung mit speziellen Instrumenten durch sehr kleine Einschnitte in der Haut durchgeführt werden.
 
TVT-MethodeSiehe auch TVT = Tension-free Vaginal Tape (spannungsfreies Vaginalband)
 
UltraschallMed.: Sonographie - Methode zur Darstellung von Bildern des Körperinneren mit Hilfe von Schallwellen.
 
UreterMedizinischer Begriff für Harnleiter - gehört zu den Harnwegen. Verbindung zwischen Niere und Blase, in denen Harn aus den Nieren in die Blase abfließt.
 
UrethraMedizinischer Begriff für Harnröhre, also die Ausleitung des Harns aus der Blase.
 
UrethrastöpselUrethrastöpsel sind Harnröhreneinsätze aus Kunststoff. Sie wirken okklusiv (verschließend) und führen vermutlich über den Fremdkörperreiz zur chronischen Beckenbodenstimulation bzw. zu einem unbewußten Beckenbodentraining. Sie werden in der Regel bei einer Belastungsinkontinenz verwendet. Diese Stöpsel sind unter verschiedenen Namen als Einmalartikel auf dem Markt und müssen steril wie Katheter behandelt werden.
 
UrethrozystoskopieUntersuchung der Blase und des Urethers (Harnröhre). Zur Erkennung krankhafter Veränderungen der Blaseninnenwand wie z.B. Entzündungen, Blutungen oder Blasensteine. Dafür wird ein sogenanntes Zystoskop – ein dünnes, schlauch- oder röhrenförmiges Instrument mit kleiner Camera und Vergrößerungslinse durch die Harnröhre in die Blase geführt. Der Arzt kann so Veränderungen in Blase (Zystoskopie) und Harnröhre (Urethro-Zystoskopie) erkennen.
 
UrethrozystotonometrieDruckprofilmessung: Untersuchungsmethode bei Belastungsinkontinenz: Gleichzeitige Messung des Drucks in Blase und Harnröhre über spezielle Sonden. Die Blase wird zunächst über einen Katheter gefüllt. Der Patient wird gebeten, kräftig zu husten oder sich zu bücken. Der Arzt kann aus den Ergebnissen erkennen, ob der Blasenverschluss richtig funktioniert und bei welchem Druck er gegebenenfalls versagt.
 
Urinsediment / UrinkulturBesteht der Verdacht auf eine Infektion der Nieren oder der ableitenden Harnwege mit Bakterien, wird zunächst eine Urinkultur, eine Keimzahlbestimmung durchgeführt. Bei Keimzahlen von über 100.000 Bakterien pro ml Urin ist eine Infektion sehr wahrscheinlich. Um die Erreger genau zu identifizieren und ihr Resistenzverhalten gegen die gebräuchlichen Antibiotika festzustellen, wird anschließend ein Teil der steril gewonnenen Urinprobe zum Anlegen einer Bakterienkultur verwendet. Urinsediment: Mikroskopische Untersuchung um die festen Bestandteile des Harns zu untersuchen.
 
UrodynamikBlasendruckmessung. Diagnoseverfahren bei Inkontinenz. Die Urodynamik gehört zu den Untersuchungen um eine Belastungsinkontinenz zu erkennen. Unter Röntgenkontrolle wird die Blase über einen Katheter gefüllt und auf einer Spezialtoilette entleert. Bei dieser Untersuchung werden die unterschiedlichen Drücke während der Füllungs- und Entleerungsphase der Blase gemessen und daraus Rückschlüsse über die Form der Inkontinenz gezogen.
 
UroflowmetrieDie Uroflowmetrie ist ein diagnostisches Verfahren, bei dem der Harnausfluss während der Blasenentleerung (Miktion) gemessen wird. Der Patient wird gebeten, die Blase in einer Spezialtoilette zu entleeren. Das Ergebnis wird in einer so genannten „Harnflusskurve“ aufgezeichnet. Sie dient der objektiven Feststellung von Blasenentleerungsstörungen und gehört zu den Basisuntersuchungen in der Urologie. Die Uroflowmetrie gibt Aufschluss über Abflussbehinderungen wie sie z.B. bei Prostatavergrößerungen u.a. vorkommen können.
 
UrogynäkologeGynäkologe, der sich schwerpunktmäßig mit Harninkontinenz befasst.
 
UrologeArzt, der sich auf Harn- und Blasenprobleme sowie auf die Gesundheit der Geschlechtsorgane des Mannes spezialisiert hat.
 
UrotherapieUrotherapie hat den Sinn, die Wahrnehmung des eigenen Körpers und seiner Signale zu schulen. Auf diese Weise soll der Patient lernen, seine Blase bewusst und kontrolliert zu entleeren. Urotherapie umfasst die Diagnostik, Behandlung und Betreuung von Menschen mit funktionellen, organisch bedingten und neurogenen Blasenstörungen und von Menschen mit Stuhlinkontinenz. Sie beinhaltet sowohl nicht-chirurgische und nicht-pharmakologische Therapien als auch die Unterstützung betroffener Menschen bei chirurgischer und medikamentöser Therapie.
 
UterusGebärmutter. Fortpflanzungsorgan der Frau, in welchem sich der Fetus entwickelt
 
VaginaMuskuläre, schlauchförmige Struktur des weiblichen Körpers zwischen Vulva und Zervix (Gebärmutterhals).
 
Vaginale SchlingenplastikBlasenbändchen. TVT-Operation zur Stabilisierung von Harnröhre und Scheide bei Belastungsinkontinenz.
 
VaginalkonenSpezielle Gewichte für das Training der Beckenbodenmuskulatur und der Blasen- und Darm-Schließmuskeln.
 
VerhaltenstherapieIm Zusammenhang mit Inkontinenz ist unter Verhaltenstherapie eine Methode zur Veränderung und Steuerung von Toilettengewohnheiten zu verstehen.
 
VideourodynamikRöntgenuntersuchung der Blase, die dazu mit einer kontrastmittelhaltigen Flüssigkeit gefüllt wird. Durch das Mittel wird die Blase auf Röntgenbildern sichtbar. So kann der Arzt die Füllung und Entleerung der Blase auf einem Bildschirm mitverfolgen und beurteilen.
 
Virtuelle KoloskopieUntersuchung des Dickdarms mit Hilfe eines CT, einem computergestützten Röntgensystem.
 
VorlagenAnatomisch geformte Vorlagen werden in einer Netzhose fixiert, da sie keinen Klebestreifen haben. Auch sind die Vorlagen geeignet zur Verwendung bei Stuhlinkontinenz. Vorlagen werden häufig bei mittlerer bis sehr starker Inkontinenz eingesetzt. Zum Fixieren werden meist Netzhosen, Fixierhosen oder Gummihosen verwendet. Bei diesem Produkt ist das richtige Anlegen besonders wichtig, um ein Auslaufen zu verhindern. Vor allem Alten- und Pflegeheime verwenden dieses veraltete System anstelle von Inkontinenzslips, wenn Bewohner an mittlerer bis schwerer Blasenschwäche leiden.
 
Vorlagen-TestDer Vorlagen-Test (engl.: pad-test) (auch umgangssprachlich Windeltest) beschreibt ein Testverfahren zur Bestimmung der Stärke des Urinverlustes bei einer Harninkontinenz. Dafür werden über einen längeren Zeitraum das Gewicht in den Inkontinenzvorlagen regelmäßig gewogen und auf diese Weise die Stärke der Inkontinenz ermittelt. Die International Continence Society (ICS) hat den Test anerkannt und die Ergebnisse in 4 Schweregrade der Inkontinenz unterteilt. Der Test liefert die Ergebnisse in Gramm, wobei die Gewichtszunahme der Vorlage/Windel den Urinverlust darstellt.
 
Windeltest (Pad-Test)Engl.: pad-test, Vorlagentest, auch umgangssprachlich Windeltest genannt, beschreibt ein Testverfahren zur Bestimmung der Stärke des Urinverlustes bei Harninkontinenz. Dafür werden über einen längeren Zeitraum das Gewicht in den Inkontinenzvorlagen regelmäßig gewogen und auf diese Weise die Stärke der Inkontinenz ermittelt. Die International Continence Society (ICS) hat den Test anerkannt und die Ergebnisse in 4 Schweregrade der Inkontinenz unterteilt. Der Test liefert die Ergebnisse in Gramm, wobei die Gewichtszunahme der Vorlage/Windel den Urinverlust darstellt.
 
ÜberlaufinkontinenzKennzeichen der Überlaufinkontinenz ist eine überfüllte Blase, aus der häufig kontinuierlich tröpfchenweise Urin abgeht. Obwohl die Blase gefüllt ist, und die Betroffenen einen starken Harndrang verspüren, können sie die Blase nicht entleeren. Die Blase hat nicht mehr die Kontraktionskraft zur vollständigen Entleerung, die Restharnmenge bleibt groß. Die Ursache dafür kann ein Prostataleiden sein.
 
ZystitisUnter dem Begriff Zystitis finden sich unterschiedliche Formen einer Infektion der Blase; Blasenentzündung. Die häufigste Form der Blasenentzündung, beruht auf einer bakteriellen Infektion durch Escherischia coli Bakterien, die im Enddarm vorkommen. Die akute Zystitis betrifft vor allem Frauen. Beim männlichen Geschlecht kommt eine Blasenentzündung nur in Ausnahmen vor, so z.B. bei Patienten mit einem Blasenkatheter. Unbehandelt oder als Komplikation kann die Zystitis zu einer Nierenbeckenentzündung, einer Pyelonephritis führen.
 
ZystographieUntersuchungsmethode zur Darstellung der Blase. Mithilfe eines Kontrastmittels wird eine Röntgenuntersuchung der Blase und ihrer wichtigsten organischen Strukturen ermöglicht.
 
ZystomanometrieBlasendruckmessung: Messung des Drucks in der Blase in verschiedenen Füllungszuständen, auch medizinisch Zystometrie genannt. Über einen dünnen Schlauch (Katheter) wird die Blase langsam mit Flüssigkeit gefüllt und dabei mehrfach der entstehende Druck gemessen.
 
ZystometrieBlasendruckmessung: Messung des Drucks in der Blase in verschiedenen Füllungszuständen, auch medizinisch Zystometrie genannt. Über einen dünnen Schlauch (Katheter) wird die Blase langsam mit Flüssigkeit gefüllt und dabei mehrfach der entstehende Druck gemessen.
 
ZystoskopieUntersuchung der Blase, med. Zystoskopie genannt. Zur Erkennung krankhafter Veränderungen der Blaseninnenwand wie z.B. Entzündungen, Blutungen oder Blasensteine. Dafür wird ein sogenanntes Zystoskop – ein dünnes, schlauch- oder röhrenförmiges Instrument mit kleiner Camera und Vergrößerungslinse durch die Harnröhre in die Blase geführt. Der Arzt kann so Veränderungen in Blase und Harnröhre (Urethro-Zystoskopie) erkennen.
 
Östrogen-ErsatztherapieDurch eine Östrogen-Ersatztherapie (=Substitution) wird den wechseljahresbedingten Ursachen für Harninkontinenz entgegengewirkt. Die Hormone werden lokal in Form von Vaginalcremes oder -zäpfchen appliziert. Dadurch wird die Durchblutung der Harnröhre gesteigert, das Wachstum der Schleimhaut in der Harnröhre angeregt und der Verschluss der Harnröhre verbessert.
 
ÖstrogeneWeibliche Sexualhormone mit zahlreichen physiologischen Wirkungen auch außerhalb des Genitalsystems. Ein Mangel an Östrogenen kann bei Frauen in den Wechseljahren eine Belastungsinkontinenz begünstigen. Ursache ist eine durch den Wegfall der Östrogene fortschreitende Rückbildung des Urogenitaltrakts und der Beckenbodenmuskulatur.
 


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