Bandscheibenvorfall: Wie eine Blasenschwäche und ein Bandscheibenvorfall zusammenhängen Drucken E-Mail
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Geschrieben von: W.Juengst   
Freitag, den 06. Januar 2012 um 08:50 Uhr

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Gestörte Blasenentleerung - Bandscheibenvorfall kann der Grund sein


Viele Inkontinenz-Patienten wundern sich, wenn sie ihr behandelnder Arzt oder Urologe nach Rückenschmerzen oder einem Bandscheibenvorfall fragt.

 







Inkontinenz kann die Folge sein


Ein Bandscheibenvorfall kommt dadurch zustande, dass der Gallertkern der Bandscheibe, der wie eine Art Puffer zwischen den einzelnen Wirbelkörpern liegt, verrutscht und so auf die umliegenden Nervenbahnen der Wirbelsäule drückt. In der Folge stellen sich bei den Betroffenen Lähmungserscheinungen ein, die sich nicht nur durch Taubheitsgefühle in der Region der Beine äußern, sondern sich auch negativ auf die Funktion des Blasen- und Schließmuskels niederschlagen können. Eine Harn- und Stuhlinkontinenz ist dann die Folge, da die Ausscheidung von Urin und Stuhl nicht mehr richtig kontrolliert werden kann.



Nur Therapie des Bandscheibenvorfalls bessert auch die Inkontinenz


Die Behandlung eines Bandscheibenvorfalls durch eine konservative Therapie in Form einer Chiropraktik, Physiotherapie, oder in Extremfällen, auch die Entlastung der Nervenwurzel durch einen operativen Eingriff, kann als positiven Nebeneffekt auch die damit zusammenhängende Inkontinenz bessern.



Vorsorge: Bewegung ist das A und O


Allerdings sollte man es bereits im Vorfeld nicht so weit kommen lassen, denn mit ausreichend Bewegung und Sport kann man einem Bandscheibenvorfall meist erfolgreich vorbeugen. Gerade Menschen, die viel im Sitzen oder Stehen arbeiten, sollten sich einen regelmäßigen sportlichen Ausgleich suchen, um dadurch die Wirbelsäule zu stärken. Besonders empfehlenswerte Sportarten sind Radfahren, Walking oder Schwimmen, bei denen gezielt die Bauch- und Rückenmuskulatur gekräftigt wird.


Beachten Sie bitte in diesem Zusammenhang, dass eine genaue Diagnose bzw. das Einleiten erfolgreicher Therapiemaßnahmen nur durch einen entsprechenden Facharzt vorgenommen werden kann!


Quelle: Gesundheitsberichterstattung des Bundes: Harninkontinenz Heft 39, Herausgeber: Robert Koch Institut 2007 (Statistisches Bundesamt)



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