Überlaufinkontinenz - zumeist Männersache Drucken E-Mail
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Geschrieben von: W.Juengst   
Donnerstag, den 19. Januar 2012 um 08:14 Uhr

berlaufinkontinenz
Häufiger Harndrang und stotternder Harnabgang die ersten Symptome

 


Während Männer weitaus seltener von Blasenschwäche betroffen sind als Frauen, kommt die sogenannte Überlaufinkontinenz in erster Linie bei Männern vor.

 

 

 


Gerade mit zunehmendem Alter stellen sich bei vielen Männern die ersten typischen Symptome dieser Inkontinenzform ein: Sie müssen häufiger als früher zur Toilette, das Urinieren dauert länger und der Harnabgang geht eher stotternd vonstatten. Da viele der Betroffenen aus Scham nicht zum Arzt gehen, verschlimmert sich zumeist die Symptomatik der Überlaufinkontinenz mit der Zeit, wodurch es schließlich bis zu ungewollten Urinabgängen und einem ständigen Tröpfeln aus der Blase kommen kann.

 


Vergrößerte Prostata ist der Hauptgrund


Bei der Prostata (oder Vorsteherdrüse) handelt es sich um die wichtigste Geschlechtsdrüse des Mannes: Sie liegt unterhalb der Blase und umschließt dabei einen Teil der Harnröhre. Mit zunehmendem Alter kann sich die Prostatadrüse beim Mann gutartig vergrößern, die Gründe dafür sind allerdings noch nicht vollständig geklärt. Die Forschung geht derzeit davon aus, dass die gutartige Vergrößerung der Prostata mit der im Alter nachlassenden Produktion des männlichen Sexualhormons Androgen zusammenhängt.



Die Blase läuft durch verengte Harnröhre über

Prostatahyperplasie_kIst die Prostatadrüse vergrößert, drückt diese auf die Harnröhre. Wird diese Vergrößerung nicht rechtzeitig behandelt, kann der Urin nicht mehr durch die verengte Harnröhre vollständig abfließen. Neben einem höheren Risiko an einer Blasenentzündung zu erkranken und der Bildung von Harnsteinen, staut sich durch die Verengung zunehmend Harn in der Blase, wodurch der Blasenmuskel schließlich so stark überdehnt wird, dass schließlich der Urin nicht mehr richtig gehalten werden kann. Ungewollte Harnabgänge, Probleme beim Urinieren, Harnträufeln und verstärkter Harndrang sind die Folge.



Verengung der Harnröhre durch andere Ursachen


Neben einer Vergrößerung der Prostata können auch Nervenschädigungen infolge einer Diabetes-Erkrankung, Harnsteine oder Tumore zu einer solchen Verengung der Harnröhre führen.




Überlaufinkontinenz:  Alle Symptome und Therapiemöglichkeiten auf einen Blick


Symptomatik: Tröpfchenweiser, stotternder Harnabgang und ungewollte Urinverluste - häufige Ursache: Obstruktion aufgrund einer gutartigen Prostatahyperplasie  oder verminderter Blasendruck.


Therapiemöglichkeiten bei Prostatahyperplasie im Stadium I:

Naturheilkunde: Brennesselwurzel, Kürbissamen, Früchte der Sägepalme.

Medikamentös: Alpha-1-Rezeptorenblocker, z.B. Tamsulosin, Finasterid, Elektrostimulation

Therapiemöglichkeiten bei Prostatahyperplasieim Stadium II:

Operativer Eingriff - TUMT, TUNA, TUR (Ausschälung der Prostata), Katheterisierung bei voller Blase


Beachten Sie bitte in diesem Zusammenhang, dass eine genaue Diagnose bzw. das Einleiten erfolgreicher Therapiemaßnahmen nur durch einen entsprechenden Facharzt vorgenommen werden kann!

 


Quellen:

1. Gesundheitsberichterstattung des Bundes: Prostataerkrankungen Heft 36, Herausgeber: Robert Koch Institut 2007 (Statistisches Bundesamt)

2. Gesundheitsberichterstattung des Bundes: Harninkontinenz Heft 39, Herausgeber: Robert Koch Institut 2007 (Statistisches Bundesamt)



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