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| Es gibt 27 Einträge im Lexikon. | ||
| Seiten: 1 | ||
| Lexikoneintrag | Inhalt | |
| Abdominale Methode nach Burch | Operationsmethode bei Belastungsinkontinenz. Dabei wird die Lage der Scheide so verändert, dass die Harnröhre wieder in einer Position liegt, wo sie geringeren Druck aus dem Bauchraum erfährt. Dadurch erhöht sich der Verschlussdruck in der Harnröhre. | |
| Ableitende Harnwege | Zu den ableitenden Harnwegen gehören Nierenbecken (Pelvis renalis) und Harnleiter (Ureter), Blase und Harnröhre (Urethra). Der 25 – 30 cm lange Harnleiter stellt die Verbindung zwischen Nierenbecken und Harnblase dar. Die Harnröhre ist bei Frau und Mann unterschiedlich lang. | |
| Ableitende Inkontinenzhilfsmittel | Zu den ableitenden Inkontinenz-Systemen gehören alle Hilfsmittel, die den Urin wegleiten und in einem Behälter sammeln. Hierzu gehören: Einmal- und die Dauerkatheter, die sogenannten intermittierenden Einmalkatheter und die Kondomkatheter für Männer. | |
| Alpha-Rezeptorenblocker | In erster Linie ein Medikament zur Blutdrucksenkung. Alphablocker werden häufig bei Überlaufinkontinenz eingesetzt, wenn der Querschnitt der Harnröhre verengt ist. Sie entspannen die Muskulatur im Bereich der Prostata und im Blaseneingang. | |
| Alzheimer-Krankheit - Morbus Alzheimer | Erkrankung mit fortschreitender Demenz (geistiger Verfall) aufgrund abnehmender Hirnmasse/Hirnfunktion. | |
| Anal-Plug | Produkt zum Verschluss des Afters. Siehe auch Analtampons. | |
| Anale Elektromyographie | Test für die elektrische Muskelfunktion der After-Schließmuskel. Sie dient dazu herauszufinden, ob eine Stuhlinkontinenz eine muskuläre oder neurologische Ursache hat. | |
| Anale Manometrie | Zur Messung des Drucks am After bei Anspannung bzw. Entspannung der Muskeln | |
| Anale Ultraschalluntersuchung | Untersuchung zur Darstellung von analen und rektalen Strukturen | |
| Analfissur | Kleiner Einriss im Gewebe am After | |
| Analkanal | Endstück des Dickdarms, das mit der Öffnung des Afters endet. Hier sammelt sich der Stuhl vor der Ausscheidung an. | |
| Analsphinkter, externer | Muskelring, der das untere Ende des Afters umgibt und wie ein Ventil funktioniert. Dieser Muskel kann willkürlich gesteuert werden. | |
| Analsphinkter, interner | Muskelring, der das obere Ende des Afters bzw. das untere Ende des Mastdarms umgibt und wie ein Ventil funktioniert. Dieser glatte Muskel wird automatisch (unwillkürlich) gesteuert. | |
| Analsphinkter-Einriss | Kleiner Einriss im Muskelgewebe am After | |
| Analtampon | Hilfsmittel bei Stuhlinkontinenz. Analtampons werden in den After eingeführt, wenn der Patient nicht mehr in der Lage ist, willentlich den - festen - Stuhl zu halten. Sie sollen dazu beitragen, dem Patienten die nötige Sichherheit im Alltag zurückzugeben. Analtampons bestehen aus einem körperverträglichen Schaumstoff, der sie im angefeuchteten Zustand äußerst weich, gut formbar und saugfähig macht. Durch diese Eigenschaft passen sie sich im Enddarm den individuellen Schleimhautverhältnissen an. Sie haften an der Innenseite des Darms, also an der Rektumschleimhaut und verschließen den Darm für eine gewisse Zeit sicher gegen austretende Winde und festen Stuhl. Analtampons gibt es in verschiedenen Größen und Formen, damit sie an unterschiedliche Bedürfnisse angepasst werden können. | |
| Antegrader Einlauf (ACE) | Operative Maßnahme zur Reinigung des Dickdarms. Über eine Öffnung in der Bauchdecke wird eine Spüllösung verabreicht. Wird auch als Malone- oder ACE-Methode bzw. als antegrade Darmspülung (Irrigation) bezeichnet. | |
| Anterior | Lagebezeichnung (lat.) für vordere, vorderer, vorderes | |
| Anteriore Levatorplastik | Operation eines Teils des Beckenbodenmuskels | |
| Anteriore Vaginal-OP | Operation zur Behebung einer vaginalen Deformation oder eines Prolaps | |
| Antibiotika | Medikamentöse Therapie bei Blasenentzündungen oder Prostataentzündungen, wenn Bakterien die Infektion verursacht haben. Muss vom Arzt verordnet werden. | |
| Anticholinergika | Sie werden auch Spasmolytika oder Antispasmodika genannt. Medikamente bei Dranginkontinenz und überaktiver Blase. Sie hemmen die Wirkung des Parasympathikus (=anticholinerg) und wirken dadurch krampflösend (spasmolytisch) auf Hohlorgane. Sie entspannen die Blase, erhöhen dadurch die Blasenkapazität und Betroffene müssen nicht mehr so häufig zur Toilette. Insbesondere bei der Dranginkontinenz bzw. bei einer überaktiven Blase, gehören Anticholinergika zusammen mit einem gezielten Toilettentraining zur Standardtherapie. Nebenwirkungen können sein, Mundtrockenheit, schneller und unregelmäßiger Pulsschlag, Magenbeschwerden, Verstopfung und Beeinträchtigung des Nahsehens. | |
| Antimuskarinika | Art der Anticholinergika zur Blockade von chemischen Botenstoffen | |
| Anus/After | Öffnung am Ende des Darms, über die Stuhl aus dem Körper ausgeschieden wird | |
| Anämie | Zu wenig rote Blutkörperchen bzw. Hämoglobin im Blut | |
| Appendix | Aussackung am unteren Ende des aufsteigenden Dickdarms, der zu Entzündungen neigt | |
| Aufsaugende Produkte | Zu den aufsaugenden Produkten gehören Vorlagen mit oder ohne eingenähten Feuchtigkeits- und Geruchsabsorber, je nach Stärke der Inkontinenz. Sie haben alle einen Nässeschutz, der verhindert, dass Urin durchsickert. Außerdem soll verhindert werden, dass die Haut ständig mit der Feuchtigkeit in direktem Kontakt steht. Vorlagen werden nach dem Volumen der Saugfähigkeit von Flüssigkeiten (Urin) unterschieden. | |
| Ausscheidungsurografie | Röntgenkontrastdarstellung der Nieren, Harnleiter und der Blase. Für dieses Verfahren wird ein iodhaltiges Röntgenkontrastmittel in die Venen gespritzt und später von den Nieren ausgeschieden. Verfahren wird eingesetzt bei immer wieder auftretenden Harnwegsentzündungen, bei Harnstauungen, bei Verdacht auf Verengung oder Verstopfung der Harnwege, bei Abflusshindernissen z. B. durch Harnsteine, durch Tumore oder durch andere Ursachen. | |
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