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Lexikoneintrag Inhalt
Medikamente bei HarninkontinenzEine gezielte Behandlung mit Medikamenten war lange Zeit nur bei der Dranginkontinenz möglich. Neben dem Hormon Östrogen, das bei der Inkontinenzbehandlung eine gewisse Rolle spielt, kommen dabei v.a. Substanzen zum Einsatz, die über den Umweg des Nervensystems auf Blase oder Harnröhre wirken, vor allem so genannte Anticholinergika. Seit Mitte 2004 steht dem behandelnden Arzt jetzt erstmals auch ein speziell zur Behandlung der Belastungsinkontinenz zugelassenes Medikament zur Verfügung. Das Präparat unterstützt gezielt den Harnröhrenschließmuskel und wirkt so gegen den unwillkürlichen Harnverlust beim Husten, Niesen, Lachen oder beim Sport.
 
MehrwegsystemeNeben Einwegprodukten zur sofortigen Entsorgung, kommen mittlerweile verstärkt Mehrwegsysteme zum Einsatz. Vom Aufbau her gleichen diese den Einwegeinlagen, wobei bei Ihnen allerdings der Superabsorber fehlt. Ihr Innenvlies leitet die Nässe in einen inneren Saugkern, der aus einem speziellen hydrophilen Material besteht und so große Mengen Flüssigkeit speichern kann. Daneben verfügen sie über ein PU-beschichtetes Außenmaterial, das flüssigkeitsundurchlässig und atmungsaktiv ist, wodurch die Wäsche wirkungsvoll vor Durchnässen geschützt werden kann.
 
MenopauseBezeichnung für die Phase des Ausbleibens der weiblichen Menstruation, typischerweise im Alter zwischen 45 und 55.
 
MiktionMedizinischer Fachausdruck für den Vorgang des Wasserlassens. Für die natürliche Entleerung der Blase ist ein Zusammenspiel der harnaustreibenden Muskulatur (medizinisch: Detrusor) und des Schließmuskels (medizinisch: Rhabdosphinkter) der Harnröhre verantwortlich.
 
MiktionsprotokollIm Miktionsprotokoll wird festgehalten, wann und wie häufig Sie die Toilette aufsuchen müssen, wie häufig Sie ungewollt Urin verlieren und wieviel Einlagen Sie benutzen. Ein Arzt kann daraus Rückschlüsse auf die vorliegende Inkontinenzform ziehen. Der Patient selber kann das Miktionsprotokoll als Grundlage für ein Blasentraining nehmen.
 
MiktionszentrumSpezielles Nervenzentrum im Rückenmark, das die Funktion der Blasenentleerung und der Speicherung des Urins steuert
 
Miktionszystourethographie (MZU)Untersuchung, bei der Serien-Röntgenaufnahmen während der Blasenentleerung (Miktion) durchgeführt werden. Die MZU liefert den Nachweis für Blasenfüllungsdefekte, Blasen-Ausstülpungen, für einen eventuellen Reflux und für eine Beurteilung der Harnröhre während der Miktion.
 
MischinkontinenzForm der Harninkontinenz. Eine Mischinkontinenz bezeichnet das gleichzeitige Vorkommen von Belastungs- und Dranginkontinenz.
 
Motorische DranginkontinenzUrsachen der motorischen Dranginkontinenz sind meist neurologische Erkrankungen (MS, Schlaganfall, Alzheimer, Parkinson, Folge von Diabetes). Hier fehlt eine Hemmung der Signale zwischen Blase und Gehirn (neuropathische Blase). Dadurch kommt es zu unwillkürlichen Muskelkontraktionen und Harndrang mit unwillkürlichen Blasenentleerungen.
 
Multiple SkleroseBei der Multiplen Sklerose, auch MS genannt, werden die Nervenscheiden geschädigt. Dadurch kommt es zu Nervenausfällen, die im fortgeschrittenen Stadium auch zu Inkontinenz und Blasenstörungen führen. Die Krankheit ist chronisch und in der Regel progressiv.
 
MZUMiktionszystourethographie
 


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