Körperpflege ist "Hautsache" - Schutz vor Irritationen Drucken E-Mail
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Geschrieben von: Marie Hediger   
Mittwoch, den 09. Dezember 2009 um 14:04 Uhr

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Was die Haut braucht


Die Haut ist mit etwa zwei Quadratmetern Fläche das größte Organ des Menschen und bildet die schützende Grenze zwischen Körper und Umwelt.

Gerade für ältere Menschen ist eine intensive Hautpflege von großer Bedeutung, weil die Haut im Alter zunehmend an Feuchtigkeit und Elastizität verliert. Ist die Haut gesund, können ihr auch heftige Angriffe von außen nicht viel ausmachen. Der optimale pH-Wert der Haut ist dafür zuständig, dass sich die Haut auch im Alter noch wirksam gegen Einflüsse von außen zur Wehr setzen kann.



Die Haut bei Inkontinenz


Durch Harn- oder Stuhlinkontinenz wird die Haut stark belastet und kommt mit den Körperausscheidungen in Kontakt, die normalerweise nicht an die Haut gelangen. Dadurch ergeben sich ganz spezielle Erfordernisse an die Hautpflege. Haut, die über längere Zeit feucht ist, verändert ihren pH-Wert und reagiert mit Reizungen. Gereizte Haut ist anfälliger für Infektionen. Infektionen können sich in einem luftabgeschlossenen Milieu besonders gut entwickeln, nämlich dann, wenn die Feuchtigkeit längere Zeit direkten Kontakt mit der Haut hat.



Hautpflege - Hautschutz


Wichtig ist daher, die Haut trocken zu halten und wunde Stellen einzucremen und frühzeitig mit zunächst sanften Heilsalben zu behandeln. Ist die Haut bereits wund, hilft eine Salbe mit beruhigenden Substanzen. Sollten die Reizungen stärker werden, sollten Sie möglichst bald zum Arzt gehen. Regelmäßiges Eincremen ist sehr wichtig: Pflegende Cremes schützen die Haut und können Hautreizungen vorbeugen. Achten Sie bei den Cremes auf möglichst rückfettende Eigenschaften und gegebenenfalls einen Wundschutz.



Hautreinigung


Bei Harninkontinenz ist es wichtig, die Haut immer von Schweiß, Urin und anderen Körperflüssigkeiten abzuwaschen. Achten Sie darauf, dafür nur milde, nicht austrocknende Waschsubstanzen zu verwenden. Herkömmliche Seife sollte vermieden werden, denn sie trocknet die Haut eher aus. Achten Sie darauf, die Haut nach dem Waschen vollständig zu trocknen - auch in eventuellen Hautfalten.



Hygiene bei Inkontinenz für Betroffene

  • Einmal täglich mit Intimseife waschen und immer dann, wenn die Haut Kontakt mit Harn oder Stuhl hatte.
  • Der pH-Wert der Seife muss zwischen 3,5 und 6 liegen.
  • Seife immer sorgfältig abwaschen, da diese den Ph-Wert der Haut verändern kann.
  • Hände waschen - Handhygiene verhindert mögliche Hautirritationen oder -Infektionen. Achtung: Ringe vor dem Waschen abnehmen.
  • Hygiene-Handschuhe tragen - bei Verletzungen, Rissen in der Haut oder Hautirritationen.
  • Regeln für das Händewaschen beachten. Vor dem Wechseln von Vorlagen als auch nach dem Wechseln von Vorlagen.
  • Pflegende Personen sollten Handdesinfektionen betreiben. Eine Handdesinfektion ist nachweisbar schonender als das eigentliche Händewaschen.
  • Pflegende Personen müssen Handschuhe tragen, wenn sie in Kontakt mit Körperflüssigkeiten kommen können.



Die Bedeutung des Nässeschutzes der Inkontinenzwäsche


Hautreizungen zu verhüten und die Widerstandsfähigkeit der Haut auch bei kurzfristiger Belastung durch Reibung oder Feuchtigkeit zu erhalten, ist oberstes Gebot bei Inkontinenz. Moderne Inkontinenzhilfsmittel sind darauf ausgelegt, die Haut trocken zu halten und keine Hautinfektionen aufkommen zu lassen. Sie sollten jederzeit darauf achten, nur hochwertige Inkontinenzprodukte zu verwenden, bei denen der Nässeschutz auch gewährt ist.

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