Medikamente - Das verordnet der Arzt bei Drang- bzw. Überlaufinkontinenz Drucken E-Mail
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Geschrieben von: W.Juengst   
Montag, den 28. November 2011 um 08:46 Uhr

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Konventionelle Behandlung hilft gegen erste Symptome


Bei einer Dranginkontinenz reagieren die Blasenrezeptoren überempfindlich auf Reize.


Anticholinergika entspannen die Blasenmuskulatur


Bei leichten Fällen von Dranginkontinenz  helfen hier Blasentees, Wärme oder pflanzliche Medikamente (z.B. Kürbis, Goldrute). Im Falle einer schweren Form der Dranginkontinenz oder einer hyperaktiven Blase werden häufig sogenannte Anticholinergika eingesetzt. Sie sorgen für eine Entspannung der Blasenmuskulatur, wodurch der starke Harndrang nachlässt und die Blase wieder mehr Urin speichern kann. Dadurch müssen die Betroffenen nicht mehr so häufig zur Toilette und können ihre Blase besser kontrollieren.


Bei Frauen können in diesem Zusammenhang auch Östrogen-Präparate eingesetzt werden. Der Mangel an Östrogen – insbesondere nach der Menopause – führt dazu, dass die Schleimhäute der unteren Harnwege wesentlich empfindlicher auf Urin reagieren, was wiederum häufig zu einem verstärkten Harndrang führt.


Cholinergika senken Auslasswiderstand aus der Blase

In Bezug auf eine vorliegende Überlaufinkontinenz, die vor allem beim Mann infolge einer gutartigen Vergrößerung der Vorsteherdrüse auftritt, werden bevorzugt Medikamente mit sogenannten Alphablockern eingesetzt. Zu diesen Alpha-Rezeptorenblockern zählen die sogenannten Cholinergika, die gezielt den Blasenverschluß lockern und den Auslasswiderstand senken. Dadurch wird eine frühzeitige Entleerung der Harnblase erleichtert und gleichzeitig verhindert, dass diese überlaufen kann. Leichtere Fälle der Überlaufinkontinenz können dagegen mit pflanzlichen Medikamenten wie Kürbis, Sägepalme oder Brennnessel behandelt werden.


Beachten Sie bitte in diesem Zusammenhang, dass eine genaue Diagnose bzw. das Einleiten erfolgreicher Therapiemaßnahmen nur durch einen entsprechenden Facharzt vorgenommen werden kann!


Quellen:

1. Robert Koch Institut - Statistisches Bundesamt: Heft 39 Harninkontinenz. Gesundheitsberichterstattung des Bundes.

2. Deutsche Inkontinenz Gesellschaft e.V., Band 10. Bamberger Gespräche 2006: Die überaktive Blase - Fortschritte, Trends, Visionen


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