Inkontinenz bei pflegebedürftigen alten Menschen

Wenn ein alter Mensch eine Harninkontinenz entwickelt, fällt dies nicht unter die „normalen Alterserscheinungen”, sondern muss als ernst zu nehmende Erkrankung behandelt werden. In solchen Fällen treten häufig Mischformen der Harninkontinenz auf, da die Betroffenen oft unterschiedliche Grunderkrankungen haben, die eine Inkontinenz begünstigen können.

Der Zusammenhang von Krankheiten und Inkontinenz im Alter

– Dehydrierung – das natürliche Durstgefühl nimmt ab
Harnwegsinfektion – geschwächtes Immunsystem
– Herzinsuffizienz – gestörter Wasserhaushalt, dicke Beine
– Eingeschränkte Mobilität – der Patient erreicht nicht schnell genug die Toilette
– M. Parkinson, Schlaganfall – Zentralnervöse Störungen
– Diabetes mellitus – Periphere Neuropathie
– Verwirrung, Demenz – Medikamente
– Gutartige (benigne) Prostatahyperplasie
– Medikamente mit Nebenwirkungen am Harntrakt

Inkontinenz bei pflegebedürftigen Menschen: Scham und Isolation

Harninkontinenz kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Betroffene haben häufig emotionale Probleme und empfinden die Inkontinenz als beschämend. Häufig entwickeln sie die Tendenz, sich immer mehr zurückzuziehen und sozial zu isolieren. Im Umgang mit der Inkontinenz ist ein großes Maß an Verständnis und Geduld nötig, zugleich muss jedoch der ältere Mensch auch zur Mitarbeit angeregt werden.

Medizinische Informationen: Wissen hilft

Besonders Angehörige und Betreuungspersonen stehen dem Problem Inkontinenz zunächst hilflos gegenüber und bekommen selten ausreichend Beratung und Hilfe vom betreuenden Arzt. Die medizinischen Hintergründe von Inkontinenz bei multimorbiden Menschen sind komplex und vielfältig, jedoch ist es auch für Angehörige sinnvoll zu wissen, wie die Inkontinenz mit den bestehenden Grunderkrankungen zusammenhängen kann.

Therapie bei Inkontinenz im Alter

Therapeutische Misserfolge bei der Behandlung der Harninkontinenz im Alter beruhen hauptsächlich auf unzureichender Diagnostik. Das Symptom Inkontinenz bei multimorbiden alten Menschen muss möglichst genau diagnostiziert werden. Wenn eine genaue Bestandsaufnahme aller Faktoren vorliegt, die die Inkontinenz beim Patienten begünstigen, können geeignete Maßnahmen eingeleitet werden.

Beachten Sie bitte in diesem Zusammenhang, dass eine genaue Diagnose bzw. das Einleiten erfolgreicher Therapiemaßnahmen nur durch einen entsprechenden Facharzt vorgenommen werden kann!

Quelle: Deutsche Inkontinenz Gesellschaft e.V., Band 9. Bamberger Gespräche 2005: Der ältere Patient mit Blasenfunktionsstörungen – sinnvolle Diagnostik und Therapie in der Praxis

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