Probleme mit der Prostata kann zu Blasenschwäche führen

Die Prostata – mögliche Ursache für Blasenschwäche

Man(n) spricht nicht darüber: Die Prostata. Aber Sie sollten darüber lesen! Denn die Prostata (Vorsteherdrüse) – dieses kleine aber wichtige Organ des Mannes – meldet sich schon bei vielen Männern über 45 und fordert Beachtung ein.

Gestörte Blasenentleerung

Der Urin läuft nicht mehr so gut, wie sonst, die Blase drängelt zu oft und in der Nacht muss Mann häufiger zur Toilette. Der Grund ist eine meist gutartige Vergrößerung der Prostata und eine Einengung der Harnröhre. Daraus resultiert eine Abfluss-Störung der Blase und eine Reizblase mit Restharn.

Prostatahyperplasie: eine schleichende Bedrohung

Im schlimmsten Fall führt eine nicht behandelte Prostatahyperplasie zu einem akuten Harnverhalt (Akute Harnverhaltung = Ischurie): Bei einer fortgeschrittenen Prostatahyperplasie kann dieser Notfall praktisch jederzeit auftreten. Dann wird die Harnentleerung aus verschiedenen Gründen (z.B. Stress, Entzündung, Medikamente) plötzlich unmöglich. Die Blase wird überdehnt, was zu starken Schmerzen und weiteren Komplikationen bis zum Nierenversagen führen kann.

Schon die geringeren Folgen beeinträchtigen das Leben im Alter sehr

Eine weniger schwerwiegende, aber ebenso unangenehme Folge der Prostatahyperplasie, ist eine Veränderung der Blasenmuskulatur. Die Blase verdickt durch den starken Druck, den sie beim Wasserlassen ausüben muss und es kommt zum berüchtigten Restharn. Die Blase wird nicht mehr leer. Wer jetzt nicht handelt – und das sind immer noch viel zu viele Männer – muss mit späteren Einschränkungen ihrer Lebensqualität rechnen: Wenn dann die Blasenmuskulatur verdickt ist, hilft in vielen Fällen nur noch das „intermittierende Katheterisieren“, das täglich mehrmalige Legen eines Einmalkatheters zur Blasenentleerung.

LUTS nicht so weit kommen lassen: Was Sie tun können?

Da die die unteren Harnwegssymptome (LUTS) bzw. die gutartige (benigne) Prostatahyperplasie (BPH) mit dem Alter zunehmen, leiden heute schon 40% der Männer unter 60 Jahren an der behandlungsdürftigen LUTS; in einem für heutige Verhältnisse noch vitalen Alter von 70 Jahren, sind es schon 56% der Männer. Reagieren Sie früh und gehen Sie schon mit ersten Symptomen zu Ihrem Urologen. Denken Sie an Ihr Leben im Alter: Die Spätfolgen sind schwerwiegend und vermindern die Lebensqualität sehr. So bleiben als einzige sichere Maßnahme die Früherkennung und die Begleitung durch einen erfahrenen und engagierten Arzt.

Typische Symptome – wehret den Anfängen

Zum Notfall wird es natürlich nicht so schnell kommen und doch sind auch schon die geringeren Spätfolgen einer andauernden Prostatavergrößerung unangenehm und können vermieden werden. Typische Symptome:

Restharn – Die vergrößerte Prostata behindert die Harnentleerung immer mehr

  • unterbrochenes Wasserlassen, d.h. es sind mehrere Versuche nötig, um die Blase zu leeren
  • Schwierigkeiten mit dem Wasserlassen zu beginnen, obwohl der Drang zum Entleeren besteht
  • starker Harndrang, aber schwacher Strahl,
  • das unangenehme Nachtröpfeln nach dem Wasserlassen
  • ein ständiges Restharngefühl und tatsächlich verbleibt Harn in der Blase
  • häufiges Wasserlassen, sowohl tagsüber als auch nachts

Reizblase: Zunächst schafft die Blase die Entleerung noch, indem sie häufiger Reize aussendet.

  • Diese Reize sind nicht nur lästig, sondern auch belastend, zum Beispiel weil man ständig eine Toilette sucht oder die Nachtruhe dahin ist.
  • Zunehmende Reizblase. Verlauf nicht unbedingt gleichmäßig und mit kurzen Verbesserungen, so dass man zwischendurch meint, es ginge wieder besser.
  • Dennoch verbleibt mit der Zeit nach dem Wasserlassen eine immer größere Menge Harn in der Blase (Restharn). Schließlich wird die Restharnmenge so groß, dass sich die Blase nicht mehr zusammenziehen kann.

Überlaufblase mit ständigem Harnträufeln. Rückstau bis in die Nieren ist möglich, was zu Nieren-Versagen führen kann.

  • Veränderungen der Blasenmuskulatur. Die Blase muss den zunehmenden Widerstand der Prostata überwinden. Ihre Muskelschicht verdickt sich, einzelne Stränge treten innen hervor (Balkenblase), und ihre Wand kann sich stellenweise ausstülpen.
  • Pollakisurie (häufiger Harndrang bei geringerer Harnmenge), Nykturie (Harndrang mehr als zweimal pro Nacht), Dysurie (erschwertes Wasserlassen), Algurie (schmerzhaftes Wasserlassen) und imperativer Harndrang (plötzlicher, unwiderstehlicher Drang, engl. urge)
  • Drang (Urge)-Inkontinenz unwillkürlicher Harnabgang
  • Schmerzen entstehen meist bei einer plötzlichen Verschlechterung des Wasserlassens bis hin zur akuten Harnverhaltung oder bei Entzündungen von Harnwegen, Prostata, Samenblasen oder Nebenhoden (s.u.).

Harnweg- und Prostataentzündungen

  • weil sich Keime in dem Restharn gut vermehren.
  • mehr und häufiger Wasserlassen, imperativer Harndrang ­- Typische Zeichen einer akuten Harnblasenentzündung
  • Blut im Urin (Hämaturie). Oft nur geringfügig, am Ende des Wasserlassens!
  • Eine starke Hämaturie. Kann durch Pressen beim Wasserlassen entstehen: Es platzt eine von der vergrößerten Prostata gestaute Vene am Harnröhrenanfang.
  • Entzündungen, die in die oberen Harnwege und Nieren aufsteigen, mit heftigen Rückenschmerzen und Krankheitsgefühlen – Achtung Nierenschädigung.
  • Weitere Entzündungen durch Gewebeschwellung, Sekretstauung und chronischen Beschwerden im Beckenbereich (Prostatopathie).
  • Keime entwickeln sich zu akuter oder chronischer Prostatitis, Entzündungen von Samenblasen und Nebenhoden
IncoSan Gesundheitsprodukte für Männer- Zum Shop - Mehr Sicherheit bei Blasenschwäche und Inkontinenz
0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar