Selbsthilfegruppen - Zusammen stark sein

Selbsthilfegruppen – Solidarität erleben auch bei Inkontinenz

Unterstützung in der Gruppe oder anonyme Hilfe im Internet!

Selbsthilfegruppen sind für Betroffene mit Inkontinenz ein wichtiger Baustein bei der Bewältigung ihrer gesundheitlichen Probleme.

Was sagen Betroffene zur Selbsthilfe im Internet

Erst durch die Informationen im Internet bin ich auf die Idee gekommen, mal einem Forum beizutreten und eine Frage zu stellen. Noch nie hatte ich erlebt, wie einfühlsam und unterstützend eigentlich fremde Menschen mit meinem Problem umgingen. Gleichzeitig war ich beeindruckt, wie mutig sich viele Menschen mit ihren eigenen Problemen auseinander setzten und über wie viele Erlebnisse und Erfahrungen sie ganz offen schreiben konnten.”

Selbsthilfegruppen – Solidarität erleben

Selbsthilfegruppen sind für Betroffene mit Inkontinenz ein wichtiger Baustein bei der Bewältigung der gesundheitlichen Probleme und Begleitumstände. Bei Inkontinenz kommen viele Fragen auf: “wieso ich?”, “kann meine Haut Schaden nehmen?”, “was bedeutet die Diagnose meines Arztes?”, “kann ich mit Heilung rechnen?” Ob es um Hautpflege bei Inkontinenz geht oder um die Erstattung von Inkontinenz-Pflegeprodukten – in der Selbsthilfegruppe kann zur Sprache kommen, was Ihnen auf der Seele liegt.

Der Selbsthilfegedanke im Internet

Der Selbsthilfe im Internet kommt eine immer größere Bedeutung zu. Je weniger Zeit die Ärzte den Patienten widmen können, desto wichtiger wird der Austausch mit Betroffenen oder mit Fachärzten über geeignete Portale. „Ich musste meine ersten eigenen Schritte in Internet-Foren machen, was mir nicht so leicht fiel.  Doch dann habe ich viele wichtige Informationen von Leidensgenossen erhalten. Dadurch habe ich verstanden, dass meine Sorge zum Arzt zu gehen auch andere Menschen mit mir teilten. Aber im Forum habe ich positive Unterstützung und gute Hinweise bekommen, danach hatte ich eine andere Einstellung zu meinem Problem. Seit der Einführung des Internets hat der Selbsthilfegedanke eine neue Qualität gewonnen. Der Zugang zu fachkundiger Hilfe ist schneller, einfacher und direkter geworden. Außerdem kann jeder Teilnehmer seine Anonymität bewahren.

  1. Vorteil: Betroffene für Betroffene – hohe Solidarität: Ein Internet-Forum ist ein Gesprächsangebot für Betroffene und Angehörige. Es zeichnet sich durch ein hohes Maß an Solidarität aus. Die Perspektive der Patienten ist hier federführend. Viele Patienten unterschätzen die Wichtigkeit, die es für ihre eigene Problembewältigung, nicht nur passiv zu bleiben, sondern aktiv mitzuarbeiten. Wie können Sie aktiv werden?
  2. Vorteil:  Selbstbestimmte Medizin – kritische Distanz. Die Aufklärung des Patienten setzt ein gewisses Fachwissen voraus, das der Arzt normalerweise nicht voraussetzen kann. In der Regel spart er sich deshalb die Erklärungen, die Sie als aufgeklärtem Patienten aber interessieren. Patienten, die ihre Gesundheit nicht bedingungslos in die Hände eines Arztes legen wollen, müssen sich selbstständig informieren. Sie machen sich zum Experten ihrer eigenen Erkrankung. Internet-Foren fördern das Fachwissen der Patienten. Das Internet erleichtert das Auffinden von Fachbegriffen, wichtigen Adressen und Literaturangaben.
    In Internet-Foren geben Nutzer und Fachleute Meinungen ab, helfen bei der Entscheidung für bestimmte Therapien, unterstützen, wenn Komplikationen oder Schwierigkeiten auftauchen und stehen in kritischer Distanz zu den vom Arzt angebotenen Therapien, wenn es notwendig und angebracht ist.
  3. Vorteil: Experten für Fachfragen – fundierte fachliche Information. Persönliche Fragen an einen Experten werden fachlich fundiert beantwortet.
  4. Vorteil: Kostenlose Beratung – Krankenschein ist überflüssig. Wertvolle Informationen ohne zu zahlen. Kein Krankenkassenbeitrag, keine Zuzahlung, keine Kosten. Internet-Foren bieten die Beratung völlig kostenlos an. In der Regel sind keine weiteren Verpflichtungen daran gebunden – darauf sollte jeder Beteiligte achten. Betroffene sollten auf diese kostenlosen Leistungen auf keinen Fall verzichten, sie jedoch immer kritisch überprüfen.
  5. Vorteil: Datenschutz – kommunizieren Sie nur mit „Alias-Namen”. In einem Forum melden Sie sich möglichst mit einem „Alias-Namen” an, einen Name, den Sie frei wählen können. Die persönlichen Daten, die dahinter liegen, unterliegen einem strengen Datenschutz. Für die Sicherheit im Internet ist es wichtig, immer mit Ihrem Alias-Namen zu kommunizieren. So bleibt Ihre Anonymität gewährleistet.
  6. Vorteil: Zeitlich unabhängig – Tag und Nacht geöffnet. Sie können ein Forum jederzeit besuchen, es gibt keine zeitlichen Vorgaben. Über jede Antwort im Forum werden Sie dann über eine E-Mail informiert. Der Weg ins Selbsthilfe-Forum ist nicht weit!

Persönliche Vorlieben entscheiden

Anonymität im Internet oder Verständnis und persönlicher Kontakt in einer regionalen Gruppe? Was ist Ihnen lieber? Möchten Sie den Menschen, mit denen sie reden, in die Augen sehen, dann sind Sie in einer regionalen Gruppe gut aufgehoben. Können Sie sich leichter öffnen und Ihre Fragen stellen, wenn Sie anonym bleiben, dann sind Sie in einem Selbsthilfe-Forum besser versorgt. Entscheiden Sie sich und unternehmen Sie etwas. Das ist der wichtigste Tipp, den Ihnen viele Mitbetroffene geben.

Regionale Selbsthilfe-Gruppen – persönliche Teilnahme erforderlich

Sie finden zahlreiche regionale Selbsthilfegruppen rund um die Probleme der Inkontinenz auch in Ihrer Nähe. Ihre Teilnahme ist kostenlos und ohne Verpflichtung. Unsere Empfehlung: Erlauben Sie sich,  an 3 – 4 Terminen unverbindlich zu “schnuppern”. Wenn Sie die Unterstützung von Selbsthilfegruppen nutzen möchten finden Sie wichtige Adressen hier bei Incosan.de.

  1. Vorteil: Von Angesicht zu Angesicht: Persönliche Beziehungen und der direkte Kontakt ist für viele Betroffene eine wichtige Voraussetzung, um sich zu öffnen und über die eignen Probleme sprechen zu können. Regionale Selbsthilfe-Gruppen ermöglichen den Menschen ein zwangloses Kennenlernen und ein allmähliches Aufbauen von persönlichen Beziehungen. Manche Menschen öffnen sich erst in einem vertrauensvollen Rahmen und schätzen die Möglichkeit, Mitbetroffene kennen zu lernen.
  2. Vorteil: Unterstützung im Umgang mit Ärzten und dem Gesundheitssystem. Welcher Arzt ist der richtige in meiner Region? Wo bekomme ich die beste medizinische Versorgung? Was kann ich vom Arzt erwarten? Diese und viele andere Fragen werden in den Selbsthilfegruppen angesprochen. Die Beteiligung an Selbsthilfegruppen erleichtert häufig die Hemmschwelle, einen Arzt aufzusuchen.
  3. Vorteil: Aufklärung und politische Interessensvertretung: Regionale Selbsthilfegruppen haben in der Regel  – über die persönliche Betroffenheit hinaus – gesellschaftliche und politische Interessen. Sie setzten sich dafür ein, dass ihre Probleme in der Bevölkerung stärker wahrgenommen werden, leisten Aufklärungsarbeit und kämpfen für bessere Bedingungen gegenüber Ärzten, Krankenkassen und der Politik
  4. Vorteil: Interessensvertretungen: Die Durchsetzung von Interessen gegenüber der Krankenkasse des Betroffenen ist eine weitere sehr aktive Arbeit der regionalen Selbsthilfegruppen.

Quellen: “Selbsthilfe im Gesundheitsbereich”, Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Heft 23. Hrsg. Robert Koch-Institut

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