| Blasentraining – bei überaktiver und schwacher Blase und Inkontinenz |
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| Geschrieben von: Marie Hediger |
| Dienstag, den 21. Februar 2012 um 08:05 Uhr |
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Blasentraining hilft die Kontrolle über die Blase zurück zu gewinnen. Für viele Formen der Harninkontinenz ist es ein wichtiger Therapiebaustein.
Besonders gut lässt sich die Reizblase, die überaktive Blase sowie Entleerungsstörungen des Mannes mit einem Blasentraining steuern. Vor dem Selbstversuch sollte immer der Arztbesuch stehen, damit andere organische Ursachen ausgeschlossen werden können und der Arzt Ihr Trainingskonzept unterstützt.
Zu 1. Miktionstagebuch – wichtige Hilfe für Ihr Blasentraining
Sie nehmen Ihren Miktionsplan zur Hand und sehen nach, wie häufig und in welchen Zeitabständen Sie am Tag die Toilette aufsuchen. Ist es womöglich so, dass Sie alle anderthalb Stunden "rennen"? Wie ist Ihr Trinkverhalten? Wie oft und wann trinken Sie? Schmeckt Ihnen klares Wasser ohne Kohlensäure? Wie viel Flüssigkeit nehmen Sie insgesamt auf? Reagieren Sie womöglich auf Kaffee, Tee oder Alkohol mit baldigem Wasserlassen?
Gehen Sie regelmäßig und im Tagesrhythmus zur Toilette. Am Morgen nach dem Aufstehen muss jeder Mensch seine Blase entleeren, wenn er einen normalen Nachtschlaf hinter sich hat; selbst dann, wenn er nachts bis zu 2-mal die Blase entleert hat. Dies ist eine natürliche Funktion des Körpers. Nehmen Sie sich hinreichend Zeit, um die Blase vollständig zu entleeren. Für manche ist es günstig gleich nach dem Frühstück ein zweites Mal zu gehen. Von da an sollten Sie jedoch – nach Abstimmung mit Ihrem Miktionstagebuch – die Abstände zwischen den Toilettengängen möglichst gleichmäßig einrichten.
Zu 2. Abstände zwischen den Toilettengängen verlängern
Verlängern Sie jetzt die Abstände zwischen den einzelnen Toilettengängen. In den ersten Tagen üben Sie, die Abstände um zehn bis 15 Minuten zu vergrößern. Diesen Rhythmus behalten Sie nun eine halbe Woche lang bei, und dann warten danach noch einmal 15 Minuten länger. Steigern Sie den Zeitabstand so lange weiter, bis Ihre Blase eine solche Kapazität erreicht hat, dass sie – regelmäßig - drei oder sogar vier Stunden ohne Entleerung auskommt. Sie werden sehen, Ihre Blase wird sich schon daran gewöhnen.
Zu 3. Blase nicht sofort entleeren, wenn sie sich meldet
In den Übungsphasen, in denen Sie die Abstände zwischen den Toilettengängen verlängern, wird es häufiger vorkommen, dass Ihre Blase sich meldet und sich ein drängender Harndrang einstellt. Geben Sie diesem nicht sofort nach. Sagen Sie zu sich selbst. In 5 Minuten werde ich die Blase entleeren, bis dahin übe ich, meinen Harndrang zurückzustellen. Sie können sich dann ruhig auf einen Stuhl setzten, den Rücken aufrichten und versuchen, Ihren Beckenboden - in Ihrer Vorstellung - nach innen hoch zu ziehen. Nach 5 Minuten sollten Sie ganz ruhig und langsam zur Toilette gehen.
Harndrang bis zu 20 Minuten aushalten
Zu 4. Regelmäßig Trinken – genauso wichtig, wie regelmäßig zur Toilette
Das Zauberwort für die Harnblase ist die Regelmäßigkeit. Dies gilt für die Entleerung genauso wie für das Füllen der Blase mit genügend Flüssigkeit, vor allem mit Wasser. Der Trainingseffekt von einem regelmäßigen Trinken kann auch nur nach einigen Wochen erlebt werden, denn erst dann ist der drängende Bedarf des Körpers mit reinem Wasser gedeckt. Lassen Sie sich beim Trinken nicht durch Ihre Ängste entmutigen, Sie könnten das „Wasser nicht halten“. Trinken Sie möglichst vor jeder Mahlzeit möglichst 1 – 2 Gläser reines kohlensäurefreies Wasser. Je nach Schweregrad Ihrer Erkrankung sind dazwischen Fruchtsäfte oder auch Tee und Kaffee erlaubt, stören allerdings meistens eher Ihr Blasentraining. Entscheiden Sie selbst, was Sie sich selbst erlauben wollen.
Zu 5. Auch die Ernährung spielt mit
Buch führen über Ihre eigenen Erfolge – und üben Sie sich in Gelassenheit
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