Traditionelle chinesische Medizin gegen Inkonsistenz

Traditionelle chinesische Medizin (TCM) und Inkontinenz

Einige neuere Untersuchungen deuten an, dass die chinesische Medizin bei Harn-Inkontinenz helfen kann, wo andere Therapien bislang versagten. Vor allem Akupunktur scheint eine aussichtsreiche Therapie bei Inkontinenz darzustellen. Die besten Erfolge wurden bisher bei der Reizblase und bei einer Belastungsinkontinenz (Stressinkontinenz) erzielt, die fast ausschließlich Frauen, auch im jüngeren Alter, betrifft. 

Wissenschaft und Erfahrungswissen

Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) basiert auf einer über 2000 Jahre alten Gesundheitslehre, die ihre Erkenntnisse im Wesentlichen aus Beobachtungen abgeleitet hat. Diese Erkenntnisse konnten inzwischen anhand von Studien überprüft und präzisiert werden. Danach kann Akupunktur eine zusätzliche wirksame Behandlung bei Erkrankungen des Harnapparates darstellen.

Wirksamkeit von Akupunktur bei Inkontinenz nachgewiesen

Selbst einige Formen von Inkontinenz können mit Akupunktur gebessert oder sogar geheilt werden. Besonders denjenigen Patienten und Patientinnen, die für eine aktive Mitarbeit bei der Behandlung der Inkontinenz zu gewinnen sind, sollte die Akupunktur als Alternative angeboten werden. Zu dieser Empfehlung kamen auch die Wissenschaftler einer amerkanischen Studie an 74 weiblichen Probandinnen, die an einer Dranginkontinenz litten.

Inkontinenz braucht Wärme

Für die Behandlung von Inkontinenz, Reizblase oder Blasenentzündungen werden in der Regel die „sieben Blasenpunkte“ akupunktiert. Weil Inkontinenz eine typische „Kälte-Krankheit“ ist, bei der dem Körper Wärme und damit auch Energie fehlt, nimmt der Körper eine zusätzliche Erwärmung der Nadeln besonders gut an. Eine andere Alternative ist die Moxibution.

Moxibution – Wärme in den Körper bringen

Bei der alleinigen Moxibution, kurz Moxa genannt, werden bestimmte Akupunkturpunkte nicht gestochen, sondern erhitzt. Dafür wird ein kleiner Kräuterkegel aus Beifußkraut (Artemisia) angezündet, zum Glühen gebracht und auf die betroffenen Stellen aufgelegt (die glühende Seite zeigt weg von der Haut). Sie brauchen dabei keine Angst vor Verbrennungen zu haben, denn die Haut wird an diesen Auflageflächen nur erhitzt und nicht direkt mit der brennenden/schwelenden Seite in Berührung gebracht. Durch die Wärmebehandlung wird ein bestehendes Energiedefizit ausgeglichen und so die Funktionsstörung beseitigt.

Hot Stones – Behandlung und Wohlbefinden

Die Heilkraft der Steine beruht auf dem gleichen Prinzip wie die „Moxatherapie“. Die Wiederentdeckung der Heilkraft heißer Steine ist derzeit Auslöser einer wahren Trendwelle: Entspannung und Wohlbefinden sind neben einer möglichen Verbesserung leichter Blasenfunktionsstörungen angenehme Effekte. Die Therapie in Eigenbehandlung ist hier möglich.

Wenn eine Hot-Stones Behandlung im Rahmen einer ganzheitlichen Behandlung eingesetzt und gemäß der Grundregeln der chinesischen Medizin auch Empfehlungen für eine günstige Ernährung eingehalten werden, können leichte Beschwerden auf sanfte Art zum Verschwinden gebracht werden.

Quellen:
Emmons SL, Otto L: Acupuncture for Overactive Bladder – A Randomized Controlled Trial. Obstet Gynecol 2005;106:138-43.

15. Deutscher Kongress der Gesellschaft für Inkontinenzhilfe, Pressekonferenz vom 14. November 2003

Online: (Akupunktur 1-2/2008 | www.akupunktur-online.info)

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